Meine Bewunderung für Switcher

Man sagt ja immer, man soll beide Seiten einmal ausprobiert haben, um die andere Seite zu verstehen und ich habe es wirklich versucht. Ihr dürfte euch mich jetzt bitte nicht mit der Peitsche in der Hand vorstellen… Wobei macht ruhig, vielleicht lacht ihr dann auch so wie ich. Nein, mein Dominanzversuch bestand darin, dass ich die Hände meines Sexualpartner beim Reiten in die Matratze drückte und vorhatte sie auch zu fesseln aber so weit kam es gar nicht. Ich bekam wohl den schlimmsten Lachflash meines Lebens und konnte mich gar nicht beruhigen. Ich bin nicht im Bett dominant, es fühlt sich einfach völlig falsch und lächerlich an und das Ergebnis bekam er auch zu spüren. Glücklicherweise war er mir nicht böse und lachte herzhaft mit aber spätestens ab da war mir klar, dass mein Dominanz gegenüber Männern doch eher nicht vorhanden ist, jedenfalls nicht im sexuellen Sinne.

Bei Frauen wiederrum sah es etwas anders aus. Ich muss gestehen, bis auf ein paar Knutschereien und ein bisschen Fummeln mit Klamotten lief da nichts aber ich verstehe schon, dass lange Haare zum daran Ziehen einladen und ein Kuss dabei durchaus auch fordernder werden kann. Allerdings kann ich mir nicht wirklich vorstellen irgendwann eine Frau vor mir auf den Knien zu sehen und das nicht, weil Frauen mich nicht reizen würden aber wenn dann doch eher gleichberechtigt, falls das überhaupt geht.

Vielleicht kompensiere ich meine fehlende Dominanz im Schlafzimmer ja im beruflichen. Erst kürzlich wurde mir von meinem Chef vorgeworfen, dass die Angestellten mich zwar respektieren aber eben auch Angst vor mir haben und das kann ich mir so gar nicht vorstellen. Klar, bin ich streng und habe Arbeitsabläufe optimiert aber Angst vor mir kleinem Persönchen? Für mich ist es kein Problem mit 3 Männern über Summen zu verhandeln, die ich in 10 Jahren nicht verdiene und ich bin gut darin. Baut ein Lieferant Mist übernehme ich das sehr gern und ja es macht mir auch ein bisschen Spaß. Vielleicht bin ich ja so etwas wie das Klischeebild, was in vielen Köpfen herrscht: Mann, hat eine Machtposition im Job und lässt sich dann von einer Domina verhauen. Nur in weiblich und ich zahle nicht dafür. Aber ich glaube auch an diese Theorie nicht wirklich. Und auch im Alltag kann ich bestimmend sein. Der Haushalt läuft nach meinen Vorstellungen und nein, es ist nicht okay, wenn du das Bad erst morgen putzt. Immerhin habe ich ja einen Putzplan aufgestellt. Ich switche also zwischen „Alltagsdominanz“ (nur gegenüber nicht Sexualpartnern) und Subsein. Mehr aber auch nicht.

Umso mehr bewundere ich Menschen, die beide Seiten in sexueller Hinsicht ausleben können und sich darin auch wohl fühlen. Die wissen, wie sich beide Seiten anfühlen. Ich glaube, es erleichtert vieles und hilft zu verstehen, warum der andere gerade das macht, was er eben macht und ich wünschte manchmal ich könnte auch zwischen den Rollen hin und her springen aber dafür knie ich wohl einfach viel zu gern vor einem Dominus, der sein Handwerk versteht.

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