Die kleinen Schritte…

S. holte mich gestern Nacht noch ab. Eine kurze Nachricht genügte und er schrieb mir, dass er in 20 min da wäre und ob ich noch irgendetwas brauchte. In diesem Moment war er ganz der beste Freund aber mir war bewusst, dass ich mich freiwillig in sein Reich begab und dort seine Regeln gelten.

Schon auf der Fahrt merkte ich, dass wir heute Abend wohl nicht einfach nur Filme guckend auf der Couch verbringen würden. Ich saß ungeschminkt, mit einer Frisur, die den Namen Vogelnest verdient hätte und meinem Onesie neben ihn. Den hatte er schon oft genug gesehen aber jetzt war es anders. Sein Blick drückte Missfallen aus und so lautete schon im Auto die Ansage: „Der Strampler kommt aber nachher weg.“ Und mir war klar, ich würde schon im Flur meinen flauschigen, warmen Schutzpanzer ablegen.

Wir fuhren durch die Nacht und mir fiel siedend heiß ein, dass ich zwar noch ein bürotaugliches Kleid und Strümpfe in seinem Schrank hatte aber eben keine Unterwäsche.

„Das ist doch das dicke Kleid und morgen soll es warm werden. Du brauchst keine Unterwäsche im Büro. Man wird nichts sehen und bücken kannst du dich darin auch gefahrlos.“,damit wischte er meine Hoffnung noch einmal zurückzufahren beiseite und ich erkannte sehr deutlich, dass er keinen Widerspruch dulden würde. Und… es gefiel mir. Hatte ich mich früher immer über Sessionunabhängige Kleidervorschriften gewehrt, ist es bei ihm anders.

Bei ihm angekommen, nahm er mir ganz der Gentlemen die Jacke ab, lehnte sich gegen den Türrahmen und betrachtete mich einfach nur wartend. Und ich? Ich war wieder aufgeregt wie die Jungfrau vor ihrem ersten Mal. Völlig unbegründet, hatte er mich doch schon oft genug in Unterwäsche oder gar nackt gesehen. Ich zog den langen Reißverschluss nach unten und kletterte aus dem Onesie. Also falls jemand weiß, wie man sowas sexy los wird, immer her mit den Tipps. Jetzt trennte mich nur noch mein Höschen mit Pinguienen darauf von der Nacktheit. Gar nicht peinlich aber jede Frau hat wohl das ein oder andere Unterwäschestück, was nicht unbedingt für Männeraugen gedacht ist.

Als auch das auf dem Boden gelandet war, trat er hinter mich und zog mich an seine Brust. Er küsste meinen Hals und zwickte mir eher sanft in die Nippel, dann löste er sich von mir und nahm auf der Couch Platz. Dann klopfte er mit der Hand auf seinen Schoß und ich nahm Platz, die Beine auf der Couch ausgestreckt. An diese Position muss ich mich wohl gewöhnen. Es ist seine „Gesprächsstellung“, weil er so wohl jede Reaktion, ob sie nun körperlich oder emotional ist, genau erkennen kann.

„Wenn wir so sitzen, kannst du über alles reden, alles Fragen, auch wenn es nichts mit BDSM zu tun hat. Aber ich erwarte hier absolute Offenheit. Das weißt du? Stört es dich, dass du morgen ohne Unterwäsche zur Arbeit gehen wirst?“

„Ja… Nein… Ich habe keine Ahnung. Es ist schon komisch. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ich selbst wenn welche da wäre, es so wäre oder? Wird das immer so sein?“

„Da hast du Recht, Kleines. Nenn es kleinen Test. Aber durch dieses Kleid kann man nichts erkennen. Ich werde dir nicht immer bestimmen, was du tragen sollst und was nicht aber ab und zu und natürlich nur in ungefährlichen Situationen aber ich mag den Gedanken, wie du im Büro sitzt, mit Kunden verhandelst und du nichts drunter hast. Und wenn ich das richtig interpretiere, du auch nicht.“, dabei war seine Hand zu meiner Pussy gewandert und ja, meine Nässe verriet mich.

„Und warum nennst du mich immer Kleines?“, kam es schmollend von mir.

„Ich weiß, du hasst Kosenamen aber ich werde dich niemals Sub oder Sklavin nennen. Dafür ist das, was wir haben einfach zu besonders. Und du bist nunmal klein und süß und niedlich.“

Ich wollte zu einer gepfefferten Antwort ausholen, da biss er mir schon in die Lippe und ich vergaß völlig, was mich so sehr störte.

Nach diesem Gespräch gingen wir ins Bett, ganz ohne Sex. Es war einfach schon zu spät und in 5h sollte der Wecker klingeln. Er schließ mit der Hand auf meinem Venushügel ein und gedanklich musste ich kichern, war das doch vor wenigen Tagen noch eine absolute Tabuzone.

Der Wecker rieß mich aus meinem Schlaf, gerade als ich im Traum… Nein, lassen wir das. Am Ende setzt S. das direkt in die Tat um und das wäre zumindest jetzt zu viel. „Mach bitte Kaffee… für dich auch.“, kam es gegrummelt unter der Bettdecke hervor und ich registrierte still, dass mein morgendlicher Kaffee zumindest in diesen Räumlichkeiten wohl nicht selbstverständlich ist. Das stellt aber auch kein Problem dar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er mir meinen Morgenkaffee nicht verwehren will, außer er möchte mit der Furie in mir kämpfen. Das schwarze Gold am Morgen war mir heilig. Ich setzte den Kaffee an, bereitete ein kleines Frühstück, wie ich es immer tat und wollte schnell unter die Dusche springen, wurde aber von ihm aufgehalten.

„Was glaubst du, wo du hingehst?“, fragte er mit verschränkten Armen.

„Duschen?“

„Hatte ich dir das erlaubt, Kleines?“

Da wurde mir bewusst, dass das Fragen wohl nicht nur den Kaffee beeinhaltete und war wieder einmal verunsichert.

„Wir gehen nach dem Frühstück gemeinsam duschen und ja, du musst mich bei fast allen Sachen fragen aber keine Angst. Jetzt am Anfang bin ich noch sehr nachsichtig. Auf’s Klo und an die Medikamente darfst du immer. Ansonsten fragst du und sollte es dir zu viel werden, du weißt, bei dir gelten all diese Regeln nicht.“

Das Frühstück war eher unspektakulär und ich räumte wie immer noch das Geschirr weg, dann tippselte ich ins Bad und blieb unschlüßig vor der Dusche stehen. Wo war S.? Kurz darauf kam er mit einem Handtuch wieder und ich war mehr als irritiert, lagen doch im Regal neben mir bestimmt 20 davon. Lange darüber nachdenken konnte ich allerdings nicht. Er drängte mich in die Dusche und stellte das Wasser an. Ich sah, dass er zumindest zum Teil erregt war und wollte endlich, endlich, endlich wissen, wie er schmeckt. Ich ging auf die Knie und wurde kurz darauf wieder an den Haaren noch oben gezogen, den Kopf gegen die kalten Fließen gepresst.“

„Oh nein, Kleines. Ich bestimme, wann du das das erste Mal machen darfst. Ich weiß, du willst es unbedingt aber wir müssen an deiner Geduld arbeiten.“, Dabei war seine linke, die nicht in meinem Haaren war, zu meiner Pussy gewandert und drang mühelos mit 2 Fingern in mich ein. Er fingerte mich bis kurz vorm Höhepunkt, doch dann verschwand er aus der Dusche. Ging zu dem Handtuch und kam mit einem Paar Liebeskugeln als Silikon wieder.

„Nur ohne Unterwäsche zur Arbeit ist ja nun wirklich nicht neues für dich. Gestalten wir das Ganze doch etwas spannender.“

Danach wurde einfach normal geduscht. Ich seifte ihn ein, er mich und so verfuhren wir auch beim Abtrocknen, wobei mir die ganze Zeit die Liebeskugeln in meinem Inneren nur zu bewusst waren. Dann machten wir uns für die Arbeit fertig und er brachte mich noch bis zur Tür, wo er mich wieder mal, ich möchte es mal Revier markierend nennen, küsste.

Und jetzt habe ich noch 4h Arbeit mit Liebeskugeln in mir und ohne Unterwäsche vor mir und das Konzentrieren fällt mir doch etwas schwer. Was wird er wohl nach der Arbeit mit mir anstellen?

Ein Kommentar zu „Die kleinen Schritte…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s