Neigungen vererbbar?

Dass genetisch codiert ist, ob wir auf Männlein, Weiblein oder beides stehen, ist ja nichts neues mehr. Was ich mich nun Frage, wie ist es mit Masochismus, Sadismus, Dominanz und Devotion? Sind die ebenfalls irgendwo in unserem Genpool festgelegt und schlummern vor sich hin oder ist es doch unsere Sozialisation, die uns zu dem macht, was wir sind?

Scheinbar gibt es in meiner direkten Familie eine Häufung von Masochismus und Devotion. Meine Schwester lebt es auch aus aber in einem gemäßigteren Rahmen, wie mir ihr Sohn berichtete. Und der? Der ist noch in der Findungsphase und weiß noch nicht so recht, ob Mann oder Frau aber eines steht fest, auch er hegt großes Interesse am BDSM. 3 Familienmitglieder mit ähnlicher Ausprägung. Jetzt könnte man behaupten bei mir und meiner Schwester wäre die Erziehung schuld aber auch das schließe ich aus, liegen doch 19 Jahre Altersunterschied zwischen uns. Sie wuchs mit einem Tyrannen auf, ich ohne Vaterfigur und auch mein Neffe wuchs wiederum anders als wir beide auf.

Sind wir einfach nur eine komische Familie, okay, das sind wir so oder so, oder häuft sich das auch in anderen Familien so? Bei meinem Bruder weiß ich, dass er eher die dominante Ader besitzt und es damit auch übertreibt. Ist er vielleicht nur der Ausgleich für 3 Subs in der Familie?

 

3 Kommentare zu „Neigungen vererbbar?

  1. Gute Frage. Sehr gute Frage. Ich hab tatsächlich keine Idee oder besser: ich kann mir beides vorstellen und könnte keine beider Varianten besser begründen. Was ich weiß, ist: ich hab darüber auch schon nachgedacht. Ausgiebig um ehrlich zu sein.
    Spätestens an dem Tag vor etwa drei Jahren, als ich gerade wieder eine Phase hatte, in der ich Kontakt zu meinem Vater hatte und wir in einem Gespräch über einen dummen Zufall herausgefunden haben, dass wir beide zur selben Fetisch-Party angemeldet sind.
    Im Laufe der Zeit fand ich heraus, dass er seit jüngsten Jahren, mittlerweile seit Jahrzehnten in der Szene ist, BDSM lebt, bei Joy ist und auf den größten Events deutschlandweit ein und aus geht.
    Seither stelle ich mir diese Frage ebenfalls.

    Und natürlich andere – wie zum Beispiel: was wäre passiert, wenn wir beide tatsächlich aus Versehen auf dieselbe Party gegangen wären?

    Ich bin natürlich zu Hause geblieben. Habe an dem Abend lieber mein Joyprofil geupdatet und meine Altersgrenze ganz deutlich auf zwei Jahre unter dem Alter meines Vaters gesetzt.
    Nur für alle Fälle.

    Ödipus lässt grüßen.

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  2. Ich schließe mich der Vorrednerin an. Da ich meinen Vater niemals als dominant empfunden habe, meine Mutter ganz klar die Hosen trug, habe ich einen Hang dazu dominante Frauen ab einem gewissen Punkt dominieren zu müssen.

    Ob das jedoch an den Genen liegt, ist mir jedoch Schnuppe.

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  3. Hmm, ich glaube ein Teil seiner Neigungen defniert sich durch das Umfeld. Das muss nicht zwingend passieren denn es gibt auch viele andere faktoren die das beeinflussen. Ich z.b. war stets sehr fantasierreich und habe mir viele Fetishe gesucht die eher nicht zu der Kategorie erlebbar gehören und schreibe dafür hier und da was.

    Aber vieleicht gibt es ja einen positiven Faktor in der Familie der das begünstigt. Eine gewissen Offenheit für gewisse Themen z.b.
    Oder aber es ist wirklich einfach mal purer Zufall. 😉

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