Du hast die Wahl…

Jetzt sitze ich hier allein vor meinem Kamin und muss mir über meine Strafe klar werden und die Entscheidung fällt mir schwer. Sehr schwer. Es sind nicht wirklich Strafen, eher Herausforderungen aber erstmal will ich euch berichten, wie es dazu kam.

Ich habe einen anstrengenden Job, gerade in der Weihnachtszeit, mit leitender Position. Wochenenden sind in dieser Zeit für mich Fremdwörter und trotzdem habe ich die letzten 2 Freitage mit meinem 22jährigen Neffen feiernd, trinkend und kiffend verbracht und was soll ich sagen? Es tat mir gut. Wir haben viel geredet und haben unsere Beziehung aufgefrischt. Ich war nie die Tante, eher der Kumpel, mit dem man über alles reden kann und den nichts schockt und so kam es, dass es eben der ein oder andere Glühwein zu viel wurde.

Für das erste Mal bekam ich schon eine Strafe und ich habe sie auch genossen, doch dieses Mal ist es anders. Ich weiß, er meint es gut, wenn eine meiner Regeln lautet, dass er keinen übermäßigen Alkoholkonsum duldet aber ich bin jung und ja auch unvernünftig. Nennt es ruhig Kompensation zum Job.

Er ließ mich warten. Am Freitag holte er mich nach einer kaum entziffernden Nachricht bei mir ab, packte mich ins Bett, machte mir was zu essen und flößte mir eine Ibu ein. Am nächsten Morgen schaffte er es, trotz meines Katers, dass ich pünktlich bei der Arbeit erschien. Seine Ansage lautete nur, dass ich meine Strafe erst am Sonntag Abend bekomme, weil diese Wochenende auf der Arbeit das stressigste des ganzes Jahres ist.

Er hatte mich für 20 Uhr zu sich bestellt. Ich zog mich aus und wartete auf ihn. Lange. Er ließ mich warten. Spielte mit meinem Kopfkino und ich wusste es zu genau. Ich bin kein geduldiger Mensch. Ich hasse es zu warten aber ich bewegte mich nicht.

Als er endlich kam, zog mir mich an den Haaren nach oben und küsste mich. Dann setzte er sich auf die Couch und warf ein Kissen zu Boden. Mein Zeichen darauf Platz zu nehmen.

„Was soll ich nur mit dir machen, Kleines? Du bist 24. So langsam sollte diese Partygirl-Phase doch vorbei sein, oder? Ich verstehe dich, dass du leben willst aber bitte doch nicht so. Du weißt, dass das gegen unsere Regeln war und dass du dafür eine Strafe verdient hast, oder?“

Ich nickte nur. Mir war all dies nur zu sehr bewusst und die Nervosität, was mich auf mich zukommen würde, machte mich nicht gesprächiger.

„Ich werde dir gleich 3 Optionen nennen, danach fahre ich dich nach Hause und du denkst gründlich darüber nach, für welche du dich entscheidest und teilst es mir morgen mit. Option 1: Du schläfst 7 Tage am Stück auf dem Teppich vor dem Bett. Du hattest das ja schon eine Nacht und weißt, was dich erwartet. Das wäre die einfache Strafe. Nummer 2: Ich bestimme einen Mann. Du wirst ihn verführen und mit ihm Sex haben und ich werde dabei zusehen. Und die 3. Möglichkeit: Du wirst mir bei meiner nächsten Session assistieren, ohne selbst beteiligt zu sein. Du wirst an diesem Abend nicht kommen und nur tun was ich dir sage.“

Ufff. Er hatte mein Kopfkino sehr genau in Erinnerung behalten und eigentlich standen die letzten 2 Punkte auf meiner gedanklichen „Irgendwann“-Liste. Er fuhr mich nach Hause und verabschiedete sich mit einem Kuss und jetzt sitze ich hier und grüble.

Ja, das mit dem Teppich wäre einfach und doch unendlich schwer. Wenn ich in seiner Nähe bin, will ich auch diese Spüren und der Teppich ist nun wirklich nicht bequem. Diese eine Nacht hat mir gereicht und ich glaube, würde ich diese Strafe wählen, würde ich ihn enttäuschen, da es zu leicht wäre.

Sex mit einem anderen Mann? Kein Problem. Ihn verführen? Schon eher. Ich verführe nicht. Ich werde verführt oder gejagt. Ich bin Beute, die sich ergibt. Ich kann das nicht. Ich spreche keine Männer an, da mag ich die alte Schule viel zu sehr. Und wenn mich S. dabei beobachtet? Es wäre komisch. Ich weiß nicht, ob ich mich darauf einlassen kann. Sein Blick auf mir. Ob ich dann genießen könnte. Aber es reizt mich auch.

Und Option 3… Auch wieder Kopfkinomaterial. Ich will das. Irgendwann mal aber ob ich es jetzt schon kann? Der Gedanke daran, wie S. eine andere bespielt, erregt mich aber hmpf… Ich weiß doch auch nicht. Was wenn die Göre in mir zum Vorschein kommt und ich sie nicht in den Griff bekomme?

Und so sitze ich hier und bin so schlau wie zuvor. Aber ich muss mich entscheiden. Es wird eine Herausforderung. Und das will ich auch aber ich habe Angst, ins kalte Wasser zu springen. Auch, wenn S. mit einem Handtuch am Beckenrand auf mich wartet.

3 Kommentare zu „Du hast die Wahl…

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