Schmerz als Strafe – ein Oxymoron?

Vielleicht habt ihr mich schon vermisst, vielleicht auch nicht aber es müssen erst Erfahrungen gemacht werden, bevor man darüber schreiben kann und die habe ich gemacht.

In meiner bisherigen Vergangenheit war es die Regel, dass Schmerz als Strafe eingesetzt wurde, was wenn ich heute so darüber nachdenke, eigentlich ein Konzept ist, dass zu allem aber nicht zu Unterwürfigkeit führt – jedenfalls bei meiner Person. Mir wurde damit mehr oder weniger bewusst meine innere Göre anerzogen, die frech ist und widerspricht, weil ich eben bestraft werden wollte. Oft mehrmals in einer Session, weil Schmerz eben für mich keine Strafe ist, sondern eher etwas, auf das ich hinarbeite. Er lässt mich fliegen, macht den Kopf frei und ist genau das, was ich in solchen Momenten brauche. Und wenn ich den nicht bekomme, dann rebelliere ich. Ich kann mir vorstellen, dass ich nicht unbedingt unanstrengend bin für einen Dom, der absoluten Gehorsam fordert aber ich muss auch sagen, dass diese Provokationen oft nicht mal bewusst geschehen. Die Göre in mir schreit nach süßem Schmerz und tut dann alles dafür.

Wie ist aber der Stand heute? Mein Herr hat dieses wohl weit verbreitete Konzept auf den Kopf gestellt und so werde ich mit Lust bestraft, ja das geht, und bekomme Schmerz, wenn ich brav bin. Lust als Strafe kann so unglaublich effektiv sein. Glaubt mir, spätestes, wenn alles überreizt ist und ihr einfach nicht mehr kommen könnt und es trotzdem immer wieder tut, spätestens dann wird man handzahm. Kein Gedanke an Rebellion, die Göre verkriecht sich und plötzlich bettelt man. Ja, richtig gehört, ich die nie bettelt, bettelt bei dieser Art der Bestrafung. Das ist mir bei schmerzhaften „Strafen“ noch nie in dem Ausmaß passiert. Im Gegensatz dazu bekomme ich den Schmerz, den ich mir so oft so wünsche, immer dann, wenn ich artig bin. Und das ist gar nicht so schwer, vermutlich auch, weil wir im Spiel noch ganz am Anfang stehen und unsere Grenzen gegenseitig testen. Und trotzdem bricht die Göre ab und zu aus mir heraus, will mit allen Mitteln provozieren, weil dieser Switch zwischen Schmerz als Strafe und als Belohnung einfach noch nicht verinnerlicht wurde.

Ich wurde dazu erzogen zu rebellieren, wenn ich die Peitsche spüren will und glaubt mir, das kann ganz schön anstrengend sein, wenn man einfach nur fliegen will. Aber ist das nicht eigentlich verrückt? Natürlich kenne ich auch Strafen, die nichts mit Schmerz zu tun haben. Eine Nacht auf dem Teppich zum Beispiel hat früher meine innere Göre immer ganz gut zurückgedrängt aber ich muss sagen, das Konzept meines Herrn gefällt mir doch sehr, auch wenn es schwer fällt, alte Muster abzulegen.

Wir sind noch ganz am Anfang und ich bin nur zu gespannt, was er sich demnächst einfallen lässt. Jetzt könnte man behaupten, dass ich zur Wunschzettelsub geworden bin. Stimmt vielleicht in Teilen. Bei ihm kann ich Wünsche äußern und muss nicht darüber nachdenken, was es bedeuten könnte, einfach weil er mir Sicherheit gibt. Aber jetzt mal ehrlich: Wer sagt denn, dass Wunschzettel etwas Schlechtes sind? Ich habe bei ihm immer das Gefühl nein zu sagen, ganz ohne Angst haben zu müssen, dass ich versagt habe und nur, weil es im „Goldenen Buch des BDSM“ so steht, dass Sub keine Wünsche äußern darf und gefälligst Schmerz als Strafe eingesetzt werden muss, heißt das noch lange nicht, dass das MEIN BDSM ist. Wir alle verändern uns, jede Beziehung hat eine andere Dynamik und warum sollte man etwas nicht machen, nur weil man es eben nicht tut? Das wäre doch wirklich mehr als dumm. Und so werde ich in Zukunft versuchen, die Göre etwas zu bändigen, denn eigentlich brauche ich sie ja nicht mehr.

Einblicke ins Kellnerleben

Wer heute eine heiße Geschichte erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Derjenige möge einen der älteren Posts lesen und sich daran erfreuen. Heute möchte ich mit euch ein paar Erlebnisse und Eindrücke teilen, die ich jetzt in meinen 6 Wochen als Kellnerin erfahren durfte. Und was soll ich sagen? Man lernt viel über die Menschheit, wenn man ihnen Alkohol und Essen bringt.

Ich habe das Gefühl bekommen, dass Gäste Kellner nicht als Menschen wahrnehmen, sondern als Roboter, die man behandeln kann, wie man möchte. Natürlich sind nicht alle so aber gefühlt ist es doch die Mehrheit. Sei es, wenn man telefonisch eine Bestellung aufnimmt und schon bei der höfflichen Verabschiedung das tut-tut-tut des Telefons hört oder am Gast selbst, dem du dich näherst und sie dich ignorieren und munter weiter auf ein Youtube-Video glotzen. Scheinbar werden wir unsichtbar, wenn wir eine Schürze tragen. Natürlich nur so lang, bis irgendetwas nicht passt. Sei es der Wein, der natürlich fast ausgetrunken wird und dann als korkig reklamiert wird oder das Essen nicht schmeckt, obwohl nur eine einzelne Nudel auf dem Teller liegt. In diesem Moment fällt es oft schwer freundlich zu sein aber eins habe ich gelernt, der Kunde ist König, auch wenn er das größte Arschloch des Universums ist und einen mit Bierdeckeln bewirft. Schlechtes Benehmen beantworte ich mit absoluter übertriebener Höfflichkeit.

Vor kurzen hatten wir einen Kegelverein da, ca. 30 Personen, die nach und nach eintrudelten. Und ich gebe zu, dass ich einen von ihnen kurz übersehen habe. Seine Reaktion als ich ihn nach 15 Minuten nach seinem Getränkewunsch fragte, war Geschrei, die Drohung, dass er für meine Kündigung sorgen würde und natürlich ein sexistischer Spruch. Natürlich wurde ich nicht gekündigt aber in solchen Momenten frage ich mich, warum Mensch so reagiert. Natürlich kann man seinen Unmut äußern aber muss man dabei seine Kinderstube vergessen? Auch Servicepersonal sind nur Menschen, die auch mal einen Fehler machen und jetzt mal ehrlich, wer von euch hat noch nie im Job einen Fehler gemacht? Man sollte meinen, nach einer oder drei höflichen Entschuldigungen wäre das gegessen aber weit gefehlt. Natürlich wird der gesamte Tisch dazu animiert, ja kein Trinkgeld zu geben.

Ich möchte hier nicht jammern aber viele Kellner verdienen nicht die Welt und ohne das Trinkgeld sieht es knapp aus. Aber ich habe gelernt, dass die 5-10%, die immer wieder herumgeistern, doch eher eine Ausnahme sind. Oftmals bekommt man nicht mal die 10 Cent, die zum Aufrunden fehlen würden und das obwohl der Gast nichts beanstanden hat. Das lässt einen Zweifeln. Bin ich wirklich so wenig wert? Und dann sind da die Gäste, die selbst wenig haben und für die Essengehen ein Highlight ist. Die ein großartiges Trinkgeld geben und sich oftmals mehrmals bedanken. Das sind die, für die ich diesen Job nur zu gerne mache. Und es egal erscheint, dass man seit 12 Stunden am Arbeiten ist. Und bevor ihr mit Arbeitsrecht kommt… Ich sage nichts dazu und lache leise vor mich hin.

Natürlich gibt es Methoden, um das Trinkgeld aufzubessern. Roter Lippenstift, ein Knopf der Bluse mehr geöffnet, als es sein müsste und natürlich auch hin und wieder ein harmloser Flirt aber die Grenze zu ziehen, ist schwierig, besonders wenn später mehr Alkohol im Spiel ist.

Fragt mich ein Gast nach meiner Handynummer, bekommt er mit einem Lächeln einen Flyer des Lokals, mit dem Kommentar, dass ich so viel arbeite, dass ich dort besser zu erreichen bin. Meist endet das in einem Lachen. Schwieriger wird es dann mit Berührungen. Zurückweisungen mindern das Trinkgeld. Ein Arm, um die Hüfte gelegt, wird oft toleriert, je nach Alkoholpegel, während andere Bereiche tabu sind und ich dann, verzeiht den Ausdruck, lieber auf das Trinkgeld scheiße. Nur weil ich im Service arbeite, muss ich euch nicht jeden Wunsch erfülle. Besonders wenn er nicht auf der Karte steht!

Oftmals lächle ich unangenehme Situationen weg. Der Opa, der mich mit seinem Sohn verkuppeln will, der andere alte Mann, der zu jedem Bier auch einen Schmatzer bestellt, auch das ist Alltag. Ein lockerer Spruch hilft da oft aber manche Situationen überfordern. Auch Fragen, ob man mich als Dessert haben kann, sind unangehm.

Warum ich euch das alles erzähle? Damit ihr vielleicht ein bisschen versteht, warum es auch dem Service manchmal schwer fällt zu lächeln. Ich liebe meinen Job, er macht mir jede Menge Spaß, trotz all dieser Umstände aber was mich wirklich nervt, ist dass wir als hirnlose Tellerträger wahrgenommen werden. Kellnern ist mehr als Gläser und Teller tragen. Wir haben die Karte im Kopf, improvisieren, wenn ein Gast Sonderwünsche hat, mixen Cocktails (auch ohne Rezept), können Servietten auf x-verschieden Arten falten, machen den Einkauf, kontrollieren die Küche, organsieren große Feste, schleppen auch mal Getränkefässer rum und vor allem, versuchen wir euch glücklich zu machen. Aber wir sind nur Menschen. Auch uns passieren Fehler und Missgeschicke. Seid nett und höflich, so wie ihr es vielleicht zuhause gelernt habt, gebt Trinkgeld, wenn ihr zufrieden seid, auch wenn ihr mit Karte zahlt und versucht eure Hände bei euch zu halten. Wir alle sind Menschen mit Gefühlen. Es wäre schön, wenn ihr das beim nächsten Essen bedenkt und uns vielleicht auch mal ein Lächeln schenkt, auch wenn wir vielleicht wie Pinguine aussehen.

Ein perfektes Wochenende.

Am 19.1. war es endlich so weit. Alles begann mit einem Kuss. Wobei, das ist nicht ganz richtig. Es begann eigentlich damit, dass wir uns seit Jahren auf Twitter folgten, ohne großen Kontakt. Es folgte eine DM, die erste Nachricht bei WhatsApp, die erste Sprachnachricht von vielen und jeder Menge Kopfkino. Irgendwie hatte es dieser Mann still und leise geschafft, sich in meinen Kopf und vor allem in mein Herz zu schleichen. Er war es, von dem ich meinen ersten handgeschriebenen Brief von einem Mann bekam. Ich halte mich nicht für romantisch und der Inhalt des Briefes war es auch nur zu kleinen Teilen und trotzdem kann ich mittlerweile den Text fast auswendig. Er war die Einladung zu diesem Wochenende. Einem Wochenende, das mir die Worte, den Atem und vor allem mein Herz raubten.

Und so kam es, dass ich um 5 Uhr morgens im Badezimmer stand, überlegte, was ich nur tragen sollte und so nervös wie lange nicht mehr war. Innerlich meckerte ich mich an, dass es doch naiv und dumm wäre. Und doch saß ich kurz darauf in einem Fernbus, in ein Bundesland, was ich sonst wohl eher gemieden hätte. Die Fahrt war alles andere als schön, war ich doch einfach zu nervös, um irgendetwas zu tun. Versuche ein Buch zu lesen scheiterten, als ich feststellte, dass ich bereits zum 20. Mal den gleichen Satz las, ohne den Inhalt zu erfassen und auch Musik konnte mich nicht ablenken. Als ich in der Stadt angekommen war, löste ich ein Ticket und stieg in die nächste Bahn… zu ihm. Meine Planlosigkeit schlug voll zu und so kam es, dass ich dem Schaffner meine Krankenkassenkarte zeigte, statt des Tickets. Er interpretierte es natürlich fehl und begann mich als Schwarzfahrer aufzuschreiben, bis ich endlich meinen Fehler bemerkte aber meine Gedanken waren einfach nicht fokussiert. Hatte er doch angekündigt, mich zu küssen, wenn ich aus der Bahn stieg. Was, wenn der Zauber des Internets verpuffte und wir uns nicht mochten? Was, wenn ich nicht attraktiv genug war? Was, wenn er nicht da wäre? Als schließlich die Haltestelle aufgerufen wurde, zitterte ich gefühlt am ganzen Körper. Ob es wirklich so war, wird euch J. besser sagen können.

Und dann kam er auf mich zu und es war einfach perfekt. Der erste Kuss und mein Gott, hat dieser Mann zarte Lippen. Für einen Augenblick blieb für mich die Zeit stehen. Die Zweifel waren verschwunden. Und so fuhren wir zu ihm. Er zeigte mir seine Wohnung und wir beendeten den Rundgang in der Küche, wo ich zu spüren bekommen sollte, wie sich so ein Kühlschrank im Rücken anfühlte. Und wieder küsste er mich, presste sich an mich. Irgendetwas fiel vom Kühlschrank herab und wir brachen in Gelächter aus. Kurz darauf wieder seine Lippen auf meinen. Ich glaube, in diesem Moment habe ich vergessen wie man atmet. Seine Finger stahlen sich unter meinen Pulli und die kleinste Berührung verursachte eine Gänsehaut am ganzen Körper. Ein erster  sanfter Biss in den Hals, als mein BH nach oben geschoben wurde und er zum ersten Mal meine Brüste berührte. Und dann… klingelte es an der Tür.

Er hatte noch 2 Twitter-Menschen eingeladen, auf die wir beide uns sehr freuten aber im ersten Moment verfluchte ich die Türklingel doch sehr. Er öffnete die Tür, während ich mich in der Küche wieder einigermaßen richtete. Ob mir das gelang, können wohl nur die anderen beurteilen. Und so stellten wir uns einander vor, ist die Realität doch etwas Anderes, als das Internet und doch, würde ich behaupten, verstanden wir uns von Anfang an gut. Es wurde geredet, gelacht, lecker gegessen und weiter geredet bis in die Nacht. Berührte J. mich am Anfang eher „zufällig“ oder wenn die anderen Gäste außer Sichtweite waren, änderte sich das im Laufe des Abends recht schnell. Seine Hand auf meinem Bein, ganz züchtig und brav, ein kurzes Streichen über die Schultern, wenn er vorbeiging. Irgendwann stellte sich die Müdigkeit ein und so bezogen die zwei ihr Nachtlager auf der Couch, während ich J. in sein Reich, sein Schlafzimmer, folgte.

Dass ich in seinem Bett schlafen würde, stand schon vor unserem ersten Kuss fest. Er hatte es bestimmt und duldete in der Hinsicht auch keinen Widerspruch und ich wäre eine Närrin gewesen, hätte ich etwas dagegen gehabt. Und so stand ich da. Mitten in seinem Schlafzimmer und fühlte wie meine Schüchternheit langsam hochstieg. Er küsste mich. Erst sanft, dann immer wilder. Und auch meine innere Göre meldete sich wieder einmal zu Wort und wollte mitreden. Und so biss ich ihn immer mal wieder in die Unterlippe, um zu provozieren. Es war mir nicht mal bewusst, dass ich es tat und doch bereue ich nicht einen blauen Fleck, nicht einen Kratzer, den er von mir bekommen hat. Seine Bisse wanderten tiefer zu meinem Nacken und was soll ich sagen, diese Körperstelle, ist definitiv mein Kryptonit. Es folgten Umarmungen, die mir die Luft nahmen und ich verlor meinen Pullover und den BH fast zeitgleich. Seine Bisse verlagerten sich zu meinen Brüsten und auch er verlor sein Oberteil. Endlich mehr Haut spüren. Die Wärme, den Duft… Irgendwie bugsierte er mich vor den Spiegel am Schrank und auch meine Lederhose samt Unterwäsche fiel. Und während ich uns so betrachtete, schoß mir der Gedanke durch den Kopf, dass wir doch ein ganzes hübsches Paar wären und aus irgendeinem Grund erschrak ich nicht mehr bei dem Gedanken. Gut, dass könnte auch daran liegen, dass seine Hand in diesem Moment das erste Mal auf meinen Arsch traf und ich von der Intensität überrascht war. Seine Hand wanderte in meine Scham und in mir kam der Gedanke auf, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war, ihn mehrere Tage zuvor immer wieder damit zu provozieren, dass ich oft kommen kann und er mich nicht zum Betteln bringen würde. Er hat es an diesem Wochenende tatsächlich geschafft. An viel Schlaf war natürlich nicht zu denken und doch schliefen wir irgendwann, viel zu spät, ich bereits überreizt, küssend und kuschelnd ein. Und ich schlief wirklich in seinen Armen. Ich betone das so, weil ich normalerweise diese Nähe nicht ertrage und wenn der Mann endlich schlummert von ihm abrücke aber ich fühlte mich so sicher und geborgen und ich schlief so gut, wie lange nicht mehr. In meinen Gedanken hallten seine Worte nach. „An diesem Wochenende bist du mein.“ Und hoffte bereits da, dass es nicht bei diesem Wochenende bleiben würde.

Am Morgen wurde ich mit Kaffee versorgt und war ihm dafür mehr als dankbar. Seine Dusche wurde eingeweiht und für Weltklasse befunden. Im Laufe des frühen Nachmittags stieß ein weiterer Internetmensch und guter Freund von J. zu uns. Natürlich genau passend, als der Kuchen aus dem Ofen kam, welcher zuvor so lecker roch, dass ich mich vor den Ofen setze. Wir aßen den Kuchen, der eigentlich als Dessert gedacht war und unterhielten uns wieder über Gott und die Welt. Irgendwann fand ich mich in der Küche wieder und half ihm dabei für den Abend das Menü vorzubereiten und auch dort harmonierten wir wieder perfekt. Ich schnippelte, er briet an, wir redeten, lachten und küssten uns, während die anderen Gäste im Nachbarraum sich unterhielten. Später gab es dann die zwei weiteren Gänge, die so lecker waren, dass ich am liebsten darin gebadet hätte.

Der neue Gast hatte allerlei Bastelutensilien dabei und so kam es, dass wir uns ins Wohnzimmer begaben. Die Subs, wie es sich gehört, ob geplant oder nicht, auf dem Boden. J. hinter mir im Schaukelstuhl, während der Bastler seinen Platz im Bürostuhl mir gegenüber bezog. Durfte ich bereits am Morgen Bekanntschaft mit seiner gebastelten Stacheldrahtlederpeitsche machen, die wohl kaum so extrem wie echter Stacheldraht ist aber dennoch lange und intensiv zieht, obwohl sie eher wenig Spuren hinterlässt, bastelte er nun an einem weiteren Folterinstrument, welches für J.s Arsenal bestimmt war. Und so kamen von hinter mir immer wieder ein paar Vorschläge zur Farbgestaltung und Ähnlichem, während er mir die Schulter massierte, mich biss oder küsste und mich damit in den Wahnsinn trieb. Die Peitsche wurde aus Paracord gefertigt, welches ich eher bei der Verwendung als Armband und Schlüsselanhänger kannte, und als Schwunggewicht wurden die vorderen Enden verknotet. Ich muss gestehen, habe ich dieses Spielzeug doch eher belächelt, wurde ich später im Schlafzimmer eines besseren belehrt. Sie zieht höllisch und hinterlässt wunderschöne Spuren auf der Haut.

Weiter ging es mit der Konstruktion einer Gerte, wobei man es wohl auch als Schlagstock titulieren könnte… J. entschied sich für eine 5mm dicke Federstahlmitte und rings herum Paracord. Und so saß mir der Bastler gegenüber und grinste mich immer mal wieder sadistisch an, während er je weiter er kam, immer mal wieder das Instrument an seinem Bein testete und mich dabei genau im Blick behielt. Ich wurde immer hibbeliger und konnte irgendwie den Anblick kaum ertragen aber wegschauen konnte ich auch nicht. Die Berührungen von J. machten es nicht besser. Eher im Gegenteil. Die anderen Gäste bastelten in der Zwischenzeit ihre eigenen Exemplare und es wurde wieder über viel geredet – aber über was? Ich habe keine Ahnung. War ich doch zu sehr auf dieses Folterinstrument fixiert. Ich weiß noch, dass ein paar Mal vor allem bei den Herren gelacht wurde, wegen meines Blicks. Und auch an diesem Abend wurde es spät. Die Gerte wurde fertig gebastelt und übergeben und es wurde sich schließlich zurückgezogen und was soll ich sagen? Ich bin wirklich, wirklich, wirklich froh, dass ich mit diesem Ding keine Bekanntschaft gemacht habe. Ja, ich bin masochistisch veranlagt aber das? Das wäre zu viel gewesen.

Aber trotzdem kam mein Masochismus nicht zu kurz. Er folterte mich mit meiner Lust. Immer und immer wieder brachte er mich zum Kommen. Ich weiß nicht wie oft – aber dachte ich bereits am Morgen, ich wäre überreizt, so war das erst der Anfang. Und ich kam und kam und kam. Unzählige Male. Immer und immer und immer wieder. Er spielte mit meiner Lust und brachte mich zum Beben und Zittern. Hatte ich es immer in diversen Filmen für absolut übertrieben gehalten, wenn die Frau ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle hatte und nur noch zuckte und zitterte, spürte ich es nun am eigenen Leib. Und es gefiel mir. Scheinbar nicht nur mir, denn er machte immer weiter.

Irgendwann war es erstmals genug mit den Orgasmen – verrückt, ich weiß. Und er wechselte zu den Peitschen über. Jeweils fünf Schläge mit der einen und dann fünf mit der anderen. Zuerst meine Brüste, dann mein Arsch und schließlich eine weitere Premiere für mich: der obere Rücken und das ist wirklich eine andere Liga. Verständlich, ist er doch nicht so gut gepolstert. Er schlug mich, bis bei mir die Tränen flossen und es tat so unglaublich gut. Er sagte mir, dass die letzten Schläge ihn Überwindung gekostet hätten und das sie sein Geschenk für mich wären. Er nahm mich einfach in den Arm, hielt mich fest und sagte, dass er für mich da ist. In diesem Moment war mir bewusst, dass er meine Schutzmauern zu Schutt und Asche verwandelt hatten und es war ein wunderschönes Gefühl, sich so geborgen, sicher und ja, geliebt zu fühlen.

Der Sonntag begann für uns erst gegen Mittag. Und ich muss sagen, sein Bett ist einfach magisch. Es zu verlassen war wirklich, wirklich, wirklich schwer und doch musste es sein. Eigentlich sollte ich es ja vorerst das letzte Mal verlassen, da mein Bus am späten Abend fuhr. Die Stimmung war wieder ausgelassen. Ich bekam mein Menschlichkeitsserum namens Kaffee und so kam es, dass wir wieder über alles und nichts sprachen. Im Stillen fragte ich mich ja, ob die anderen Gäste wohl in der Nacht meine Schreie gehört hatten… Wobei ich war mir eigentlich sicher, dass dem so war. Zu sehr zog die Peitsche, zu intensiv war das alles. Am Nachmittag verabschiedeten sich die anderen Gäste und so landeten wir wieder mal im Bett. Und dort machte ich auch das erste mal mit dem Satisfyer Bekanntschaft, welchen er mir schenkte. Hielt ich ihn anfangs für ein völlig überbewertetes Spielzeug mit einer schlauen Marketingstrategie, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Falls ihr noch keinen zuhause habt, legt euch einen zu. Er ist grandios! Und nicht nur für die Klitoris ist er gut, er fühlt sich auch an Nippeln sehr gut an. An diesem Tag leckte er mich auch das erste Mal und erschütterte mein Weltbild. Bei den Typen, die ich vorher hatte, war es eher ein unerotisches Geschlabber, was mich eher dazu animierte gedanklich den Einkaufszettel durchzugehen, war es bei ihm völlig anders. Und ich kam wieder. Dieser Mann kann wirklich mit seiner Zunge umgehen. Ich würde ja sagen, probiert es aus aber…

Nach weiteren zahllosen Orgasmen, mehr für mich als für ihn, wobei er wirklich, wirklich, wirklich fantastisch schmeckt, ganz ohne Ananassaft und andere Tricksereien, fragte er mich, was denn wäre, wenn ich den Bus „verpassen“ würde. Ich hatte so auf diese Frage gehofft und so buchte ich schnell um für den nächsten Morgen, telefonierte kurz mit meiner Mutter, die sich für den nächsten Tag eigentlich zum Mittagessen angemeldet hatte und informierte sie, dass Wetterchaos sei und ich vernünftigerweise eine weitere Nacht auf seiner Couch nächtigen würde. Tja, da hat der Wettergott wohl zu gut zugehört. Und auch diese Nacht, sie war sehr kurz, da wir sie neben-, mit- und ineinander verbracht haben, schlief ich wohlbehütet und geliebt in seinen Armen ein.

Am nächsten Morgen standen wir früh auf, ich packte meine Sachen, sprang unter die Dusche und bekam wieder mal meinen Kaffee. Kurz darauf saßen wir in seinem Auto auf dem Weg zum Bahnhof. Meine Stimmung war mies. Ich wollte nicht weg. Auf gar keinen Fall. Es hatte geschneit und die Straßen waren zum Teil eher mies geräumt. Das Autoradio verkündete, dass auf meiner Busstrecke sich bereits jetzt mehrere Stunden Stau gebildet hatten und auch der Weg zum Bahnhof wäre knapp geworden und so entschloss J., dass sich mein Aufenthalt um einen weiteren Tag verlängern würde. Innerlich notierte ich mir, dass ich dem Wettergott etwas schuldig bin und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Also zurück zu ihm, den Koffer wieder ins Schlafzimmer gebracht und wieder ab ins Bett. Wir schliefen tatsächlich noch ein paar Stunden und natürlich schliefen wir nicht nur im Bett aber das war euch sicherlich schon klar. Abends lernte ich dank ihm den weltbesten Döner kennen, wir spielten eine Runde Pokémon und danach saßen wir einfach kuschelnd auf der Couch, während wir ein Livekonzert einer mir bisher unbekannten Band schauten, die mich aber begeisterte. Und natürlich gingen wir recht früh ins Bett. Waren die Spuren auf meiner Haut doch leicht unsymmetrisch, so dass dies noch geändert werden musste. Doch vorher spielte er wieder mal mit meiner Lust. Ich weiß nicht, wie oft ich in diesen 4 Tagen kam aber ich schätze, wir sind definitiv schon im dreistelligen Bereich. Es hatte seine Gründe, warum mir das Sitzen die nächsten Tage schwer fiel und die Schläge hatten daran nur eine sehr geringe Mitschuld. Und doch bereitete er mir, zu meiner großen Freude, an diesem Abend Schmerzen. Ich bekam im Wechsel fünf Schläge mit der Paracord-, dann mit der Stacheldrahtlederpeitsche. Besonders der Rücken war wieder sehr heftig, obwohl ich weiß, dass ich eigentlich viel mehr aushalten kann aber in Kombination mit Gefühlen ist wohl das Schmerzempfinden ein Anderes. Und so kam es, dass ich mich nach einem besonders heftigen Schlag auf den Rücken drehte, weil ich in diesem kurzen Moment nicht mehr konnte aber nicht bereit war unser Safeword zu nutzen. Er forderte mich zweimal auf mich wieder umzudrehen. Sein Blick, seine Stimme, seine Ausstrahlung. Alles in mir schrie, ihm zu gehorchen und da war sie wieder. Die Göre, die provozieren wollte und so änderte er kurzerhand die Schlagintervalle auf Zehn Schläge. Zehn Schläge, die er jeweils durchzog und ich danach bestimmen konnte, ob er weitermachen sollte oder nicht. Natürlich hätte ich jederzeit mein Safeword gebrauchen können aber ich wollte und musste nicht. Und auch an diesem Abend flossen die Tränen. Heftiger als beim letzten Mal. Die letzten Dämme brachen, das letzte bisschen Scheu verschwand, als er mich aufforderte ihn anzusehen und es mich keine Überwindung kostete dem Nachzukommen, obwohl ich wohl eher nicht wirklich hübsch war in diesem Moment. Eine weitere Nacht voller Liebe, Zuneigung und Nähe verbrachte ich in seinen Armen und so nahte das Ende dieses perfekten „Wochenendes“ viel zu früh. Ich überwand mich am Morgen, ihn eigentlich eine viel zu kindische Frage zu stellen, ob ich vielleicht einen getragenes Shirt von ihm mitnehmen könne und meine innere Göre musste unbedingt auch noch nach einem Hoodie fragen. Und ich bekam Beides und strahlte wie ein grenzdebiler Teenager.

Das Spiel vom Vortag wiederholte sich: Koffer packen, fertig machen, Kaffee und ab ins Auto zum Bahnhof. Nur passierte es dieses Mal wirklich. Am Bahnhof weinte ich wieder, obwohl ich mich verfluchte, wollte ich es doch nicht noch schwerer für uns machen aber ich konnte nicht anders. Der vorerst letzte Kuss war wieder einmal perfekt und tat doch unendlich weh. Das Datum des nächsten Treffen ungewiss, zwei Herzen, die sich perfekt verstanden und gefühlt unendliche Kilometer, die uns trennen würden. Ich stieg in die Bahn und hatte bei jeder Haltestelle das Bedürfnis auszusteigen, irgendwie zu ihm zu finden und mich in seine Arme zu werfen aber die Vernunft ist noch vorhanden, jedenfalls ein winziges Fünkchen davon und so bekam ich vom Busfahrer schließlich eine Süßigkeit, um mich aufzumuntern. Scheinbar muss ich wirklich grauenhaft ausgesehen haben aber so fühlte ich mich auch. Es fühlte sich nicht richtig an, in diesem Bus zu sitzen und doch musste es sein. Die Fahrt war lang und das Sitzen fiel mir schwer aber es zauberte immer mal wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich mich daran erinnerte, wie es dazu gekommen war, wie sich seine Lippen auf meinen angefühlt hatten, wie warm und weich seine Haut war und was sein erstes „Ich liebe dich“ in mir ausgelöst hatten. Und so laufe ich noch immer die meiste Zeit strahlend vor Glück durch den allzu grauen Alltag. Er hat das geschafft, an das ich selbst nicht mehr geglaubt habe: Ich dachte, diese Art von Gefühlen würden mir durch meine Schutzmauern, die ich aus gutem Grund errichtet hatte, verwehrt bleiben. Und doch fühle ich so viel, so intensiv. Einfach Liebe. Es ist fantastisch. Besser als jeder Trip je sein könnte und auch um einiges gesünder. Ich bin gespannt, was die Zukunft uns bringt und wie es mit uns weitergeht. Aber bei Einem bin ich mir sicher: Ich habe mich noch nie so beschützt, wohl und geliebt gefühlt und dafür lasse ich nur zu gern meine Schutzmauern sprengen.

Er tut mir einfach unglaublich gut, bringt mich zum Lächeln und verleiht mir Stärke. In letzter Zeit, war viel los. Und ich glaube, wäre er nicht an meiner Seite, würde ich wohl gerade kaum lächeln. Er ist für mich pures Glück, dass ich nur zu gern festhalten werde. Jedes „Kleines“ löst einen Gefühlssturm in mir aus inklusive Dauer-Grinsen. Und auch wenn ich jeden einzelnen Kilometer verfluche, so bin ich doch unendlich dankbar für diesen Mann. Wir werden es schaffen, da habe ich keine Zweifel.

Spielt (nicht) mit uns…

Ich weiß, die, die mich auf Twitter verfolgen erwarten einen anderen Beitrag und der wird bald kommen. Versprochen aber ich muss etwas loswerden und vermutlich rollen viele gleich genervt die Augen.

Aber ich möchte an die Doms der Schöpfung appellieren. Ja, ihr sollt mit uns spielen. Mit unserer Lust, unseren Ängsten und Grenzen aber bitte, bitte nicht mit unseren Gefühlen. Versprecht niemanden etwas, was ihr nicht geben könnt. Ist eine Sub auf der Suche nach einem Dom für eine monogame Beziehung ohne 24/7, dann vertieft das nur, wenn ihr das auch wollt. Sprecht offen an, was ihr wollt und euch vorstellt. Es gibt für jedes Lebens- und Liebemodell die richtige Partnerin, ob Spielbeziehung, Freundschaft mit Sessions, Polygamie und -amorie oder weiß der Teufel was. Aber kommuniziert es. Von Anfang an.

Flüstert uns keine Visionen von einer Zukunft, wie wir sie uns vorstellen, ins Ohr, nur um uns mal bespielen zu können. Das tut uns nicht gut ganz und gar nicht.

Ich werde mich jetzt wieder um meine Schwester kümmern, die wie Falschgeld rumläuft, weil ihr genau das passiert ist. 2 tolle Dates und dann das erste Spielgeld und dann? BÄM! Ich bin übrigens verheiratet. Mich gibt es nur mit meiner Frau. Versteht mich nicht falsch, ich verurteile dieses Lebenskonzept nicht aber es passt eben nicht für jeden Menschen und es ist nur fair mit offenen Karten zu spielen. Ich habe ein schlechtes Gefühl, meiner Schwester die SZ gezeigt zu haben und sie trotz meines schlechten Bauchgefühls bei diesem Date begleitet habe, gesehen habe wie sie Gefühle entwickelt aber sie hat so gestrahlt und jetzt? Ich hätte es besser wissen müssen. Schließlich habe ich mehr Erfahrung und weiß, wie viele Blender unterwegs sind.

Jetzt ist diese starke Löwin, die mehr Kämpfe gewonnen hat, als man sich vorstellen kann, im Bett und leckt sich ihre Wunden. Ihr müsst uns keine Geschenke machen. Seid einfach bitte ehrlich zu uns. Denn gerade im BDSM-Bereich ist Ehrlichkeit, Vertrauen und Kommunikation so essentiell.

Ich würde ihr so gern von meinem Wochenende berichten aber ich würde sie verletzen und auch wenn sie gerade verbal um sich schlägt, werde ich das nicht tun. Ich würde nicht anders handeln. Es braucht Zeit soetwas zu verdauen und ich hoffe wirklich, dass sie sich wieder auf die Suche begibt. Gerade sie, die ihre Leidenschaft Jahrzehnte unterdrückt hat und nur durch meinen Anstoß den Mut fand, sich wieder damit zu beschäftigen.

Ich bin versucht mich nach Wochen wieder einzuloggen und diesem „Herren“ die Leviten zu lesen. Denn mich darf man verletzen, damit kann ich umgehen aber meine Lieben? Oh nein! Und glaubt mir, mich will man nicht als Feind haben.

Spielt mit uns. Macht uns glücklich, bringt uns zum Schreien, Weinen, Fliegen und Strahlen aber spielt nicht mit unserer Liebe, denn sie ist das größte Geschenk, die man jemanden machen kann.

Over and out.

„Und in einem Jahr?“

Für alle geneigten Leser, die nur an meinen sexuellen Eskapaden interessiert sind, dieser Post dürfte für euch sehr, sehr langweilig sein. Der nächste ist bestimmt wieder interessanter aber das hier ist nur ein kläglicher Versuch meine Gefühlswelt zu ordnen und zu verstehen.

„Wo siehst du dich denn in einem Jahr?“, man sollte meinen eine harmlose Frage und vor S. hätte ich sie sofort beantworten können. Nicht hier, sondern wieder in meiner Herzensstadt, die mir 6 Jahre lang mehr Heimat war, als das Kaff, aus dem ich stamme, jemals sein könnte.

Und jetzt? Tja, im Prinzip habe ich alles. S., was ich mir niemals erträumt hätte und doch ist er jetzt ein sehr großer Teil meines Lebens. Einen Herrn, der weiß wie man mit mir umgehen muss. Eine Schwester, mit der ich mich so gut verstehe wie noch nie. Der tolle Teil meiner Familie, für dich ich durchs Feuer gehen würde. Einen Job, der zwar stressig ist aber mich erfüllt. Und doch fehlt etwas. Dieses Gefühl von Heimat will sich einfach nicht einstellen. Ich bin so glücklich, wie ich es sehr lange nicht war und doch fehlt dieser Ort unglaublich. Die Atmosphäre, die Anonymität, meine Freunde, die Möglichkeiten. Es fehlt. Und für mich stand fest: wenn die Befristung meiner Stelle ausläuft, findet man mich dort wieder.

Ich kann dort frei atmen. Kein Gerede, keiner kennt einen und unendliche Möglichkeiten, die ich viel zu selten nutzte. Aber was ist mit all den positiven, mich glücklich machenden Aspekten, die ich dann verlieren würde?

Jetzt könnte man meinen, dass es immer einen Weg gibt… S. führt eine Firma und ich kann und werde nicht verlangen, dass er mit mir geht. Er liebt dieses Leben auf dem Land und kennt es auch nicht anders.

Und dann geistert wieder der Gedanke in meinem Kopf herum, dass ich den Kontakt zu S. abbrechen sollte, so lange ich noch kann. Ich verfalle ihm jeden Tag ein bisschen mehr und das ich diesen Gedanken hege, wird ihn nicht gefallen aber meine Vernunft sagt mir, es wäre besser uns vor so großen Schmerzen zu bewahren.

Ich komme mit den Menschen hier zum Großteil nicht klar. Wir werden einfach nicht miteinander warm. So war es schon immer und deshalb auch meine Flucht in die Stadt. Ich weiß nicht, ob ich irgendwann die Sehnsucht zu dieser Stadt abschütteln kann und ob mir Besuche reichen.

Aber warum diese Zweifel, wenn es mir doch so gut geht? Ich sollte es genießen und mir später Sorgen darüber machen. Den Tag, den Augenblick, die Sekunden genießen und leben und mich nicht den Zweifel hingeben aber was wenn ich gehe? Bin ich dann wieder unglücklich?

Ich habe S. vor ein paar Stunden gebeten mich nach Hause zu fahren und in Ruhe zu lassen, weil ich seine Nähe nicht ertrug. Nicht weil ich sie nicht genoß, das Gegenteil war der Fall. Der Gedanke, dass er irgendwann nicht in Reichweite sein könnte, weil ich eine egoistische Entscheidung treffen könnte, hat mir einfach unfassbar Angst gemacht. Ich treffe keine Entscheidungen mehr für mich allein. Plötzlich hängen da Menschen dran, die ich verletzen könnte. Gut, das war schon früher so aber damals war es mir schlicht egal.

Vielleicht kann ich mich ja irgendwann mit dem Land anfreunden… wer weiß das schon? Und während ich das schreibe, wird mir bewusst, dass ich die Nähe von S. gerade brauche und habe ihm auch schon geschrieben. Und ohne jeden Vorwurf setzt er sich heute bereits zum 2. Mal für mich ins Auto, obwohl ich mich selber nicht verstehe oder weiß, was ich will. Wobei, ganz richtig ist das ja nicht… Ich will ihn nicht verlieren. Soviel steht fest.

Supermarktbegegnungen

Viele werden sagen, dass ist doch eine Kleinigkeit. Ist doch schön, dass S. das für dich regeln will. Aber mir hat er einfach Angst gemacht. Ich muss mich wohl einfach daran gewöhnen, dass dieses mein Reich – dein Reich Konzept nicht immer funktioniert.

Wir waren nach einem 12h-Tag im Supermarkt und ich sehnte mich eigentlich nur nach meinem Bett aber natürlich traf ich dort auf meinem Erzeuger. Kein Wunder leben wir doch in einer kleinen Stadt, nur wenige Meter von einander entfernt. Unser Kontakt beschränkte sich in meiner Jugend darauf, dass er mir Unterlagen ausfüllen musste und selbst das war mir schon zu viel. Es gibt nur wenig Menschen, die ich wirklich hasse. Eigentlich nur einen. Ihn.

S. hielt fest meine Hand, als er, für andere wohl kauf sichtbar, bemerkte, wie ich mich verkrampfte, als ich ihn vor ihn sah. Wir mussten aber an ihm vorbei. Natürlich sprach er mich an. Der erste Kontakt seit vielen Jahren. Er sagte, was für eine hübsche, junge Frau ich doch geworden wäre. Schleimerei, nichts anderes. Dann fiel sein Blick auf unsere Hände.

„Ach, stehst du jetzt auf ältere Typen? Naja dir hat ja auch die männliche Hand in der Erziehung gefehlt.“

„Mir hat gar nichts gefehlt und mit wem ich eine Beziehung habe, geht dich einen feuchten Dreck an.“, fauchte ich ihn leise an. Eine Szene im Supermarkt war das Letzte, was ich wollte.

„Ach, es geht mich nichts an, wenn meine zwanzigjährige Tochter sich von einem alten Sack ficken lässt und mich damit vielleicht zum Opa macht?“, kam es deutlich hörbar von meinem Erzeuger.

S. machte einen großen Schritt auf ihm zu und flüsterte ihm etwas zu. Daraufhin wurde mein Erzeuger bleich. Ich weiß nicht, was S. sagte und will es auch gar nicht wissen aber es macht mir Angst, dass er diese Wirkung auf einen starken Mann haben kann. Dass er sich so in mein Leben einmischt. Natürlich wollte er mich nur beschützen und das ehrt ihn. Er wollte mich aus dieser unangenehmen Situation befreien aber es ist ein Punkt, wo ich nur sehr ungern die Kontrolle abgebe. Warum lasse ich das zu? Ich bin eine erwachsene Frau, die ihre Familienkonflikte eigentlich selbstständig lösen könnte und doch ist es irgendwie schön.

S. kann mich einfach so perfekt lesen. Nachdem wir dann endlich bezahlt hatten, zog er mich im Auto in seine Arme. Und so saßen wir lange da. Sehr lange aber er wusste genau, dass ich diese Nähe gerade brauchte. Wäre ich allein auf meinen Erzeuger getroffen, wäre es mit Sicherheit laut geworden. Ein neuer Skandal, ich wieder als Gesprächsthema. Es wurde verhindert und ich bin dankbar dafür. Aber es stört mich auch, dass er sich da eingemischt hat. Einfach weil er mir die Kontrolle über einen Bereich genommen hat, den ich mir nicht nehmen lasse aber auch das ist nicht, was nicht ein Gespräch regeln könnte.

Und jetzt sitze ich auf seiner Couch. Ja, richtig darauf. Bis Sonntag Abend hat er dieses Mein Reich – Dein Reich-Konzept ausgesetzt, da ich mich nach der Arbeit kaum auf den Beinen halten kann und beobachte ihn, den Grinch in Person, wie er einen Weihnachtsbaum schmückt. Den ersten seit 30 Jahren, wie er sagt. Er hat ihn für mich gekauft, weil ich einfach den Geruch liebe und das einer der sehr wenigen Punkte an Weihnachten ist, die ich mag. Er musste sich selbst den Schmuck für den Baum kaufen. Silber, blau und lila. Meine Lieblingsfarben und wenn ich ihn da so beobachte, wie er in Shorts, fluchend mit den Kugeln kämpft, kann ich nicht anders. Ich muss lächeln. Ich bin glücklich. Trotz Stress, trotz Familie, trotz all dem anderen Scheiß. Ich bin glücklich. Etwas, was ich vor einem halben Jahr noch für unmöglich gehalten hätte.

Vielleicht ist das Landleben gar nicht so schlecht, wenn man sich mit den richtigen Menschen umgibt. Auch wenn es mir hier doch an Möglichkeiten mangelt aber ich bin mir sicher, er würde mit mir ans Ende der Welt fahren, würde ich es mir wünschen und ganz lieb darum bitten.

 

Tinder, Joy, SZ und co…

Ja, ich nutze wohl fast jedes gängige Portal, was einem so einfallen könnte und bin immer wieder erstaunt wie unterschiedlich die Qualität der Nachrichten dort doch ist.

Das übliche „hi.“ gibt es wohl überall und ehrlicherweise wird wohl nie ein Mann eine Antwort darauf bekommen. Was soll man auch groß antworten? „Hi, na?“ Nein, ich brauche einen Gesprächsaufhänger und damit meine ich nicht, die Frage nach meinem Befinden. Es muss kein ellenlanger Text sein aber es würde oft schon genügen, wenn die betreffenden Männer einfach mal in das Profil gucken würden. Ich bin kein Supermodel und wenn du im Profil stehen hast, dass du „keine Molligen und fetten Weiber“ willst, dann verschwende nicht unsere Zeit und schreib mir nicht. Ebenso wenig möchte ich in der ersten Nachricht lesen, was für eine Hure, Schlampe oder was auch immer ich bin und dass ich mich ja vor dich knien soll. Nope, SO wird das garantiert nicht passieren.

Tinder ist eine App, die ich eher zum Spaß auf dem Handy habe. So wirklich was bei rumgekommen, ist dabei nicht und das muss es auch nicht. Allerdings hat sich da erstaunlicherweise das ein oder andere wirklich interessante Gespräch entwickelt.

Die SZ… ja, ein zweischneidiges Schwert. Das Design ist altbacken und ich finde auch recht unübersichtlich. Die Nachrichten reichen von wirklich guten Gespräche über 60jährige Männer, die mir die Fahrtkosten bezahlen wollen, um mich ein Wochenende benutzen zu dürfen. Toller Erstkontakt. Wirklich. Aber es kommen auch ab und an nett formulierte, niveauvolle Nachrichten, die nicht darauf abzielen mich an den nächsten Baum zu binden und zu „misshandeln“.

Joyclub ist für mich ein bisschen die modernere Version der SZ, wobei da der Schwerpunkt natürlich nicht beim BDSM liegt. Er ist weit verbreitet, so dass es schon mal vorkommen kann, dass einen der ehemalige so verhasste Mathelehrer anschreibt und du nun auch weißt, wie sein bestes Stück aussieht. Und auch wenn er gar nicht übel aussieht aber nein, der hat mich definitiv genug gequält. Ich mag den Aufbau vom Joyclub sehr. Man findet sich sofort zurecht und gerade auch die Eventübersicht finde ich sehr gelungen. Es geht sehr offen und unkompliziert zu und die meisten Konversationen sind wirklich nett. Idioten gibt es aber überall.

Und jetzt meine neue Entdeckung. Du bist devot und willst mal jede Menge zu lachen haben? Dann kann ich dir nur fetisch.de empfehlen. Die Nachrichten reichen von „Ich mach dich zu meiner willenlosen 4-Lochstute!“ (Ähm, blöde Frage aber 4?!) über „Hey, deine junge Muschi muss trainiert werden. Schlaf am besten mit Dildo in der Votze.“ und:

Unbenannt

Über Niveau lässt sich bekanntlich nicht streiten aber mich amüsiert das sehr. Und ich möchte mich hier über niemanden lustig machen. Es mag Frauen geben, bei denen das zieht. Ich bin aber keine davon. Und vielleicht tue ich diesem Netzwerk nach wenigen Stunden unrecht und ich ziehe einfach nur komische Menschen an.

Neigungen vererbbar?

Dass genetisch codiert ist, ob wir auf Männlein, Weiblein oder beides stehen, ist ja nichts neues mehr. Was ich mich nun Frage, wie ist es mit Masochismus, Sadismus, Dominanz und Devotion? Sind die ebenfalls irgendwo in unserem Genpool festgelegt und schlummern vor sich hin oder ist es doch unsere Sozialisation, die uns zu dem macht, was wir sind?

Scheinbar gibt es in meiner direkten Familie eine Häufung von Masochismus und Devotion. Meine Schwester lebt es auch aus aber in einem gemäßigteren Rahmen, wie mir ihr Sohn berichtete. Und der? Der ist noch in der Findungsphase und weiß noch nicht so recht, ob Mann oder Frau aber eines steht fest, auch er hegt großes Interesse am BDSM. 3 Familienmitglieder mit ähnlicher Ausprägung. Jetzt könnte man behaupten bei mir und meiner Schwester wäre die Erziehung schuld aber auch das schließe ich aus, liegen doch 19 Jahre Altersunterschied zwischen uns. Sie wuchs mit einem Tyrannen auf, ich ohne Vaterfigur und auch mein Neffe wuchs wiederum anders als wir beide auf.

Sind wir einfach nur eine komische Familie, okay, das sind wir so oder so, oder häuft sich das auch in anderen Familien so? Bei meinem Bruder weiß ich, dass er eher die dominante Ader besitzt und es damit auch übertreibt. Ist er vielleicht nur der Ausgleich für 3 Subs in der Familie?

 

Befehlsverweigerung

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, lag ich gestern mehr oder weniger mit Migräne flach. Ich habe mich so durch die Arbeitszeit gequält und habe viel zu viel Schmerzmittel genommen. Normalerweise liege ich immer flach, wenn ich damit zu kämpfen habe aber ich wurde so erzogen, dass die Arbeit vorgeht und krank sein, und sei es nur für einen Tag, ist im Dezember einfach keine Option.

Nach der Arbeit fuhr S. mich nach Hause. Stillschweigend. Jedes Wort fühlte sich einfach so an, als würde mein Schädel mit einem Hammer bearbeitet. Er zog die Jalousien zu und machte mir die Couch fertig.

„Was hast du heute gegessen?“, fragte er mit einer weiteren Schmerztablette in der Hand. Da noch ganz im bester Freund Modus.

Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich außer einer Banane noch nicht gegessen hatte. Und ja, der Drang zu flunkern war da aber das widersprach unseren Codex, wie wir ihn nennen. Nur geht es in diesem eben nicht darum wie in einer bekannten Serie, wann jemand getötet werden darf, sondern um unser neues Zusammensein. Und Regel Nummer eins lautet eben: Auf Fragen antworten sowohl er, als auch ich immer wahrheitsgemäß.

Er legte die Tablette in Sicht- aber außerhalb meiner Reichweite auf den Tisch und wurde ernst. „Das geht so nicht. Wie viele IBUs hattest du heute? Acht? Die bekommst du erst, wenn du was gegessen hast.“ Natürlich protestierte ich. Mir war nach vielem aber nicht nach Essen.

Ich bemerkte sofort, wie sich seine Haltung und sein Ausdruck änderte. Er war jetzt nicht mehr der beste Freund, sondern der Mann, der mich dominierte. „Es ist mir gerade egal, dass wir bei dir sind. Ich koche dir jetzt was und du wirst es essen. Da dulde ich keine Widerrede.“

Ich hörte ihn in der Küche hantieren und mir ist durchaus bewusst, dass er nur mein bestes will aber in diesem Moment kam ich mir wie ein Kleinkind vor. Und wenn ich eines hasse, dann das. Es ist nicht so, dass mich ein Tag ohne Essen umbringen würde, vermutlich habe ich genug Reserven für mehrere Wochen aber mich zum Essen zwingen zu wollen, egal aus welchen Beweggrund? No way. Und schon gar nicht so.

Vermutlich ist es für einen Dom auch nicht leicht. Dieser switch zwischen hier – guter Freund und was sich die Sub wünscht und bei ihm als Dom. Wir sind noch am Anfang und grooven uns ein.

Das Essen, was er mir dann präsentierte, und ich zücke schonmal mein Strafbuch und notiere mir 5 Punkte, war nett ausgedrückt sehr schwierig zu genießen. Man glaubt es kaum aber dieser Mann schafft es, dass Nudeln mit Kräutern und Ei eher gewöhnungsbedürftig schmecken. So ein bisschen frage ich mich ja, wie es S. geschafft hat, so lange zu überleben. Aber ich nahm schließlich ein paar Bissen und schob dann den Teller zu ihm und sein Blick war unbezahlbar. Aber ich hatte etwas gegessen und die heiß begehrte Tablette bekommen.

Komischerweise hat es mich nicht gestört, als er mir gegen 23 Uhr das Handy abnahm, mich nochmal zudeckte und dann mein Hochbett in Beschlag nahm. Er wusste einfach, dass ich Ruhe brauche und in dem Punkt oft auch unvernüftig bin. Warum mich das nicht stört? Ich habe keine Ahnung aber das wird auch keine Gewohnheit werden. In seiner Wohnung nimmt er es mir ab und gibt es mir, wann er will. Natürlich sind wichtige Anrufe und ähnliches davon ausgenommen und ja, ich genieße diese Zeit ohne Smartphone.

Es ist ein Zwiespalt in mir. Auf der einen Seite genieße ich dieses „sich um mich kümmern“ total und auf der anderen Seite möchte ich aufspringen, was mit Migräne keine gute Idee ist, und ihn anschreien, dass ich kein kleines Kind bin und wenn ich Hunger haben sollte, durchaus selbst in der Lage bin, mich am Kühlschrank zu bedienen. Auf der anderen Seite machte es mir gar nichts aus, dass dieser Befehl in meinem Reich kam, wo es eigentlich keine Befehle gibt. Vielleicht müssen wir dieses Arrangement noch einmal überdenken.

Ich will nicht bemuttert werden, ich will geführt werden und das kann er wirklich sehr, sehr gut. Wir haben heute lange darüber geredet und er wird versuchen, das zurückzufahren aber er ist eben ein Kümmerer. Ich hingegen arbeite daran, dass ich dieses kümmern eben durchaus auch von ihm zulassen kann, auch wenn ich mich eher in dieser Rolle sehe. Aber wir entwickeln uns und täglich passiert so viel. Nicht unbedingt körperlich, sondern auf emotionaler Ebene. Ja, es ist auch Arbeit und manchmal auch nicht ganz einfach aber das gehört dazu.

Vor jemanden zu knien, ist in der Realität eben doch etwas anderes, als im Kopfkino und hin und wieder lachen wir auch in Situationen, in denen es nach dem goldenen Buch nicht angebracht wäre. Wir finden schon unseren Weg, auch wenn er mich wohl hin und wieder schubsen werden muss.

 

Eine Sub mit 2 Herren…

Ich bin erst seit kurzen wieder in dem Metier und ich würde sagen, ich schwimme schneller, weiter und besser als je zuvor. Trotzdem frage ich mich, ob diese Konstellation so gewöhnlich ist?

Ich meine, dass ein Herr mehrer Subs, gleichberechtigt nebeneinander oder mit Machtgefüge, hat, ist wohl weit verbreitet aber dass eine Sub mehrere Doms ihr Eigen nennt, kam mir noch nicht so oft unter. Und dass diese auch mehrere Subs haben, kommt noch hinzu.

S. kündigte mir an, dass er mir seine Sub vorstellen wird und wir dann entscheiden, wie wir weiterverfahren. Er wird sie weiterhin bespielen, das ist mir klar und macht mir auch nichts aus aber die Frage, ob wir auch mal gemeinsam eine Session haben werden und in welcher Konstellation macht mir dann doch ein flaues Gefühl im Magen. Ich weiß nicht, ob ich eine Frau dominieren (natürlich im kleinen Rahmen) oder mich ihr unterordnen könnte. Aber neugierig bin ich, wie so oft und wir werden es testen und auch da einen Weg finden. Und bis dahin haben wir noch viel Zeit, um uns aufeinander einzustellen.

Ein großer Vorteil ist, dass S. mich schon so lange kennt und jede meiner Regungen einordnen kann. Selbst im Alltag konnte ich ihn nie was vormachen und das ist auch jetzt nicht anders. Wir reden viel. Über Gott und die Welt und über uns und wie wir alles Regeln. Und ja, ich darf mitbestimmen. Gerade, weil ich schlechte Erfahrungen gesammelt habe, ist mir das wichtig. Kompromisse gehören für mich auch und gerade beim BDSM dazu und gerade diese Verhandlungen machen diese Zeit auch so spannend.

Ich bin gespannt, was da noch auf mich zukommt aber ich weiß, S. scheut nicht die „Öffentlichkeit“. Ein Gedanke, der mir zwar gefällt aber an dem ich mich auch noch gewöhnen muss aber es wird. Ich weiß er wird mich weiterbringen und wenn es nur in Tippselschritten ist, wobei ich ihm durchaus auch zutraue, mich einfach mal ins kalte Wasser zu werfen und mit einem Handtuch am Beckenrand auf mich zu warten. Aber ich fühle mich sehr gut aufgehoben. Besser als nie zuvor.

Mein Herr, ja wir behalten diese Ansprache und auch das Sie bei, versteht es dafür umso besser, mich an meine körperlichen Grenzen zu bringen, während S. eher mit meiner Psyche spielt und ich liebe es. Egal, ob verbreitet oder nicht, zur Zeit funktioniert es und fühlt sich für alle Beteiligten gut an. Da kann man schon mal von den üblichen Pfaden abweichen…