Tinder, Joy, SZ und co…

Ja, ich nutze wohl fast jedes gängige Portal, was einem so einfallen könnte und bin immer wieder erstaunt wie unterschiedlich die Qualität der Nachrichten dort doch ist.

Das übliche „hi.“ gibt es wohl überall und ehrlicherweise wird wohl nie ein Mann eine Antwort darauf bekommen. Was soll man auch groß antworten? „Hi, na?“ Nein, ich brauche einen Gesprächsaufhänger und damit meine ich nicht, die Frage nach meinem Befinden. Es muss kein ellenlanger Text sein aber es würde oft schon genügen, wenn die betreffenden Männer einfach mal in das Profil gucken würden. Ich bin kein Supermodel und wenn du im Profil stehen hast, dass du „keine Molligen und fetten Weiber“ willst, dann verschwende nicht unsere Zeit und schreib mir nicht. Ebenso wenig möchte ich in der ersten Nachricht lesen, was für eine Hure, Schlampe oder was auch immer ich bin und dass ich mich ja vor dich knien soll. Nope, SO wird das garantiert nicht passieren.

Tinder ist eine App, die ich eher zum Spaß auf dem Handy habe. So wirklich was bei rumgekommen, ist dabei nicht und das muss es auch nicht. Allerdings hat sich da erstaunlicherweise das ein oder andere wirklich interessante Gespräch entwickelt.

Die SZ… ja, ein zweischneidiges Schwert. Das Design ist altbacken und ich finde auch recht unübersichtlich. Die Nachrichten reichen von wirklich guten Gespräche über 60jährige Männer, die mir die Fahrtkosten bezahlen wollen, um mich ein Wochenende benutzen zu dürfen. Toller Erstkontakt. Wirklich. Aber es kommen auch ab und an nett formulierte, niveauvolle Nachrichten, die nicht darauf abzielen mich an den nächsten Baum zu binden und zu „misshandeln“.

Joyclub ist für mich ein bisschen die modernere Version der SZ, wobei da der Schwerpunkt natürlich nicht beim BDSM liegt. Er ist weit verbreitet, so dass es schon mal vorkommen kann, dass einen der ehemalige so verhasste Mathelehrer anschreibt und du nun auch weißt, wie sein bestes Stück aussieht. Und auch wenn er gar nicht übel aussieht aber nein, der hat mich definitiv genug gequält. Ich mag den Aufbau vom Joyclub sehr. Man findet sich sofort zurecht und gerade auch die Eventübersicht finde ich sehr gelungen. Es geht sehr offen und unkompliziert zu und die meisten Konversationen sind wirklich nett. Idioten gibt es aber überall.

Und jetzt meine neue Entdeckung. Du bist devot und willst mal jede Menge zu lachen haben? Dann kann ich dir nur fetisch.de empfehlen. Die Nachrichten reichen von „Ich mach dich zu meiner willenlosen 4-Lochstute!“ (Ähm, blöde Frage aber 4?!) über „Hey, deine junge Muschi muss trainiert werden. Schlaf am besten mit Dildo in der Votze.“ und:

Unbenannt

Über Niveau lässt sich bekanntlich nicht streiten aber mich amüsiert das sehr. Und ich möchte mich hier über niemanden lustig machen. Es mag Frauen geben, bei denen das zieht. Ich bin aber keine davon. Und vielleicht tue ich diesem Netzwerk nach wenigen Stunden unrecht und ich ziehe einfach nur komische Menschen an.

Sternzeichen und Sexualität

Es gibt ja immer wieder Menschen, die auf Astrologie beschäftigen und auch daran glauben, ich gehöre nicht dazu. Nichts desto trotz, musste ich nach einem TV-Bericht dazu einfach mal dazu Google befragen und bin dabei auch bei natune.net fündig geworden.

Das Sexleben der Krebsfrau

Sie nimmt Signale zwar sehr schnell wahr, wird aber nie den ersten Schritt tun. Dazu ist sie zu scheu; außerdem befürchtet sie, daß sie auf Kritik stößt, wenn sie sich allzu weit aus ihrer Schale hinauswagt. Sie muß auf subtile Weise ermutigt werden, bis ihre erotische Phantasie von Hemmungen frei ist. Ihr muß gezeigt werden, daß sie sich in der Liebe von ihren Gefühlen hinreißen lassen darf, daß ihre Reaktionen die Lust des Mannes erhöhen, und daß sie sich ihrer Libido nicht zu schämen braucht.Ihr sensibles Wesen wird durch die Einstellung des Partners stark beeinflußt. Ist er verständnisvoll, mitfühlend, zart, rücksichtsvoll, wird sie sich entfalten wie eine Blume unter den wärmenden Sonnenstrahlen. Ein barsches Wort, eine falsche Bewegung oder eine grobe Bemerkung bewirkt, daß sie sich sofort zurückzieht. Die Schale ihres Selbstvertrauens ist sehr zerbrechlich.

Sie kann eine wundervolle Geliebte sein, denn sie ist intensivster Sinnlichkeit fähig. Die Freude, die sie fühlt, wenn sie sich von früheren Hemmungen befreit hat, wird jeden Mann beglücken. Sie wird seine Leidenschaft so beantworten, daß es ihn nicht nur ans Herz rührt, sondern auch seine Potenz stärkt. Sie kann sogar zur Sklavin der sexuellen Wollust werden, wenn sie sie erst einmal kennengelernt hat.

Der Mann sollte im Anfang an ihre mütterliche und sentimentale Seite appellieren, denn das wird die sexuelle Bindung erhöhen und vertiefen. Aber er darf nie vergessen, daß bei der Krebsfrau auch Zeit und Gelegenheit stimmen müssen. Man erwarte von ihr nicht, mit dem Rücksitz im Auto vorlieb zu nehmen. Sie muß glauben, daß es sich wirklich um Liebe handelt, und der Ort muß so beschaffen sein, daß sie sich wohlfühlt.

Im Zweifelsfalle ist das ihr eigenes Zuhause, da fühlt sie sich sicher. In der Wohnung des Mannes funktioniert es nur, wenn sie schon oft genug dort war, um sich nicht mehr als Fremde vorzukommen. Wenn der große Augenblick gekommen ist, wird sie ihn wahrscheinlich zu sich einladen, zu herrlichem Essen bei Kerzenschein und guter Musik. Aber man halte sich zurück und lasse den Draufgänger zu Hause, sonst gelangt man niemals vom Eßzimmer zum Schlafzimmer.

Wenn sie sich zum erstenmal auszieht, möchte sie hören, wie schön sie ist. Krebsfrauen lechzen nach Bewunderung. Ein Kompliment ist für sie ebenso wichtig wie das Vorspiel. Hat sie ihre Hemmungen einmal abgestreift, liebkost sie gern die Genitalien des Mannes und bedeckt die Innenseite seiner Schenkel mit Küssen und Liebesbissen.

Eine andere Umgebung, die ihr zusagt, ist der Strand bei Mondenschein. Unter den Strahlen des Mondes, beim Lied der Wellen kann sie die letzten Hemmungen abschütteln und eine Seite ihrer Natur enthüllen, die man ihr nie zugetraut hätte – sie wird ein herrliches wildes Weib.

Ihre Berührung ist leicht und behutsam wie ein fallendes Blatt. Sie streichelt gern und läßt sich ebenso gern streicheln. Sie spricht auf Gerüche an, besonders auf Bade- und Körperöle. Sie liebt es, wenn der Mann sie von hinten nimmt. Das entspricht ihrer angeborenen bescheidenen Demut, und sie braucht keine Angst zu haben, beim Orgasmus beobachtet zu werden.

Die Krebsfrau hängt stark von ihren Stimmungen ab, und wenn sie keine Lust auf konventionellen Sex hat, kann sie recht erfinderisch werden. In der Regel aber ist sie nicht von extremer sexueller Abwechslung abhängig. Wenn dem aber so ist, äußert sich das wahrscheinlich als Facette ihres stark ausgeprägten Mutterinstinkts. Sie kann sich beispielsweise der Knabenliebe hingeben oder sich einem Bruder zuwenden. Neigungen zu Inzest sind bei Krebsfrauen nicht selten.

Da viele Krebsfrauen das Vorgehen der Männer allzu grob finden, fühlen sie sich auch häufig zum eigenen Geschlecht hingezogen. In einer lesbischen Verbindung spielen sie die weibliche Rolle. Ebenso häufig wirkt sich die Reaktion auf die „Grobheit“ der Männer dahin aus, daß manche Krebsfrauen sich lieber selbst befriedigen. Dabei lassen sie ihrer Phantasie dann freien Lauf.

Quelle: http://natune.net/sternzeichen/krebs/frau-sex

Und ich bin immer noch sehr belustigt. Ja, es stimmt. Ich mache niemals den ersten Schritt aber nicht, weil ich Angst vor Zurückweisung habe, sondern einfach, weil ich es klassisch mag. Der Mann muss schon etwas tun, um mich zu bekommen und beim Ansprechen geht es eben ganz einfach los. Als extrem sensibel würde ich mich auch nicht bezeichnen. Viel schlimmer finde ich es, wenn man mich übervorsichtig behandelt. Mein Gott, ich bin nicht aus Zucker.

Beim zweiten Absatz musste ich doch schmunzeln und lasse den einfach mal unkommentiert.

Oh nein! Jeder Mann der an meine mütterliche Seite appelliert und das schon zu beginn, wird mich niemals nackt sehen. Da schaudert es mich richtig. Ja, ich kann häuslich sein und auch kochen, backen und den Mann betüdeln aber das mache ich, weil ich es mag und durch ein Lob für meine Backkunst wird Mann niemals den Weg in mein Bett finden. Und gegen einen Autorücksitz hätte ich im Prinzip auch nichts. Kommt es doch darauf an, was genau dort passiert.

Also ein Vorspiel kann zwar durchaus nett sein aber nicht immer ein Muss, da bin ich wohl eher der Mann und nein, Sex am Strand muss auch nicht sein. Ich glaube, Sand und Reibung in bestimmten Regionen könnte doch sehr, sehr unangenehm sein.

Aha, aha. Ich habe also eine „angeborene bescheidene Demut“. Angeboren ja, aber ich bezweifle doch sehr, dass alle Krebsfrauen so sind.

„Neigungen zum Inzest sind bei Krebsfrauen sind nicht selten.“ … … … Ähm. Nein?! Ganz bestimmt nicht. Sind jetzt alle Krebsfrauen tendeziell Straftäter?

Ich befriedige mich also gern, weil Männer immer so grob zu mir waren. Ja, vielleicht. Könnte aber auch am Kopfkino liegen, was ich durch die ach so bösen Männer habe.

 

Insgesamt habe ich hier sehr viel gelacht. Ich glaube nicht daran und doch ist es spannend, was Astrologen dazu sagen. Mir wird jetzt vermutlich mein Sternzeichen aberkannt aber damit kann ich leben. So sensibel bin ich als Krebs nämlich gar nicht. 😉