Ein Pokerspiel…

Es begann mit einer Nachricht. „Heute.“ Mehr nicht. Ein Wort, dass gleichzeitig Panik, Unsicherheit und Erregung in mir auslösten. Ich hatte nicht so früh damit gerechnet. Nicht, wenn ich erst Nacht 2 von 3 auf dem Teppich verbracht hatte. Und so saß ich in meinem Büro und war überfordert, wie selten es ist. Ich versuchte mich auf die Arbeit zu konzentrieren. Doch kurz darauf surrte mein Handy wieder. Etwas, was es nur bei einer handvoll Kontakten tut. Die Nachricht kam von meiner Schwester, die heute frei hatte.

„S. war vorhin da. Seit wann hat er denn einen Schlüssel? Er hat das graue Kleid und Halterlose eingepackt. Keine Unterwäsche. Du kommst heute wieder nicht nach Hause, oder? Klingt jedenfalls nach einer spannenden Nacht.“

Ich antwortete ihr kurz, dass sie nicht mit mir an dem Abend rechnen brauchte und das S. schon seit meinem Einzug einen Schlüssel hat. Einfach meiner Schusseligkeit geschuldet. Und so froh, ich über diese Info war, sie beruhigte mich nicht unbedingt. Das graue Kleid war lang und eigentlich eher für’s Business aber die fehlende Unterwäsche bereitete mir doch etwas Sorgen. Ich schob den Gedanken beiseite und arbeitete, so gut es eben ging.

Später, es war schon dunkel geworden, wieder eine Nachricht von S. „Abfahrt 18:45 Uhr und iss vorher bitte etwas.“ Wieder ein Zeichen, dass er mich zu gut kennt. Nervosität raubt mir immer den Appetit und so quälte ich mir doch noch ein halbes Brötchen rein, bevor ich meine Sachen schnappte und zu S. ging. Ich schloss auf und rief nach ihm. Keine Antwort. Also erstmal unter die Dusche, rasieren und was frau eben da so tut und weiter ins Schlafzimmer. Auf dem Bett lag allerdings nicht wie erwartet mein Kleid, sondern ein neues Komplettoutfit, inklusive Unterwäsche, wenn man sie denn so nennen möchte. Das Höschen wurde nur von 2 schwarzen Bändern gehalten, die man zu einer hübschen Schleife verknoten musste, in der Mitte fehlte etwas Stoff und auch am Hintern war es sehr luftig. Ein Hauch von Spitze bedeckte meinen Körper und was soll ich sagen? Auch Unterwäsche kann etwas mit deiner Stimmung machen. Fühlte ich mich vorher wie eine Jungfrau, gefiel mir, dass was ich im Spiegel sah plötzlich. Verrucht und sexy, eigentlich keine Attribute, die ich mir normalerweise zuordnen würde aber in diesem Moment fühlte ich mich so. Weiter ging es mit meinen Halterlosen und einer schwarzen, Seidenbluse. Sie war hochgeschlossen und auch hier fand sich Spitze wieder. Ein BH fehlte völlig und mir wurde bewusst, dass man mir Kälte und Erregung sehr direkt und deutlich ansehen können würde. Der Rock, der folgte, war für meinen Geschmack eindeutig zu kurz. Bücken sollte ich mich damit wirklich nicht aber auch hier merkte man, dass S. Geschmack besitzt. Eng aber nicht zu eng und ein klassischer Schnitt. Ein Blick in den Spiegel und es war, als würden meine 2 Seiten aufeinandertreffen in einem Outfit vereint. Eine Mischung aus Eleganz und Gothic-Mädchen lächelte mir aus dem Spiegel entgegen und so hatte ich mich auch noch nie gesehen. Es folgte mein übliches Make-Up, wenn ich weggehe. Dunkle, betonte Augen, blutrote Lippen und die Haut fast so weiß wie Schnee.

Kurz darauf stand S. in der Schlafzimmertür. In seinen Händen 2 Kartons. Der eine entpuppte sich als Schuhkarton. Schwarze High Heels erwarteten mich. Ich trage gern hohe Schuhe aber die waren schon eine klasse für sich. Anprobiert waren sie dann aber deutlich bequemer als erwartet. In dem anderen verbarg sich ein Unterbrust-Korsett. Auch dieses war wieder wunderschön und so schnürte mich S. nach all den Jahren wieder in ein Korsett, dabei flüsterte er mir süße Gemeinheiten ins Ohr, die mir so langsam die Angst vor dem, was auf mich zukommen sollte, nahmen. Er befahl mir noch die Haare zum seitlichen Zopf zu flechten, damit ich mich hinter meiner Mähne nicht verstecken konnte, wie ich es zu gern tat.

„Guck dich an, Kleines. Auf dich wartet eine unvergessliche Nacht und ich bin immer an deiner Seite. Das Safeword bleibt natürlich bestehen.“

Ein Blick in den Spiegel und ich war baff. Ich bin mit mir und meinem Körper im Reinen und kenne seine „Schwachstellen“ aber dieses Bild… Man könnte meinen, ich sähe verkleidet aus aber nein, ich sah so aus, wie ich es immer wollte. Die Frau, die ich da sah gefiel mir und wurde von Sekunde zu Sekunde selbstbewusster.

Er half mir in meinen Mantel und gab mir noch einen Klaps auf den Arsch. Kurz darauf fand ich mich in seinem Auto wieder und spürte, wie mich die Aufregung wieder in Besitz nach. Im zog an meinen Halterlosen, versuchte, sie höher zu ziehen, damit man nicht sehen konnte, dass ich welche unter diesem kurzen Rock trug und fragte, mich was mich wohl erwarten würde. Vom Szenario wusste ich bisher nur, dass ich in einer Bar auf den Mann treffen sollte, den S. ausgesucht hatte für mich.

„Wenn du noch weiter daran herumzuppelst, reißen sie und dann ziehst du sie aus. Ich würde das lassen, Kleines.“, sagte es, während er seine Hand auf meine legte.

„Ich erkläre dir den Ablauf. Wir sind gleich da. Du gehst in die Bar. Es ist eine typische Männerhöhle, Billiardtische, Fernseher, Kicker… Du weißt schon. Dort wartet Ben auf mich. Du wirst ihn an seinen Tattoos erkennen. Du setzt dich neben ihn, bestellst dir was zu trinken und sprichst ihn an. Er wird dich abwimmeln wollen, weil er auf mich wartet aber du lässt einfach deinen Charme spielen. Ich weiß, dass du das kannst. Später werde ich zu euch stoßen. Hast du das verstanden?“

Es gab ja nicht viel, was man nicht hätte verstehen können aber in mir machte sich ein deutlicher Fluchtreflex bemerkbar. Ich sprach keine fremdem Männer an, niemals. Das war einfach nicht ich. Auf der anderen Seite war da mein Ehrgeiz. Ich wollte S. stolz machen. Ihm zeigen, dass ich das konnte. Er würde immer in der Nähe sein und auf mich aufpassen, dessen war ich mir sicher. Ich muss in Gedanken versunken sein, denn plötzlich spürte ich, wie S. mein Kinn packte und meinen Kopf zu sich drehte.

„Du kannst das, Kleines. Das ist alles schonmal in deinem Kopf passiert. Jetzt lass es wahr werden. Ich bin da. Hast du alles verstanden?“

Auf mein „Ja“ folgte ein viel zu sanfter Kuss. Mit wackligen Beinen betrat ich das Lokal. Ein bisschen dreckig, ein bisschen abgerockt. Ein Ort, an dem ich mich wohl fühlen könnte, wäre da nicht meine Aufgabe. Der Laden war so früh nicht gut besucht. Ein paar Jungs in meinem Alter spielten Billiard, eine Paar stand am Kicker. Ich hing meinen Mantel auf und lief zielsicher auf die Bar zu. Die Blicke der Anwesenden spürte ich dabei sehr deutlich auf meinem Körper. Nicht abschätzig, eher bewundernd. Es nahm mir etwas die Angst. Ich sah eben wirklich mal gut aus. Der Mann, der an der Bar saß, war der einzige, der mich noch nicht gesehen hatte, starte er doch auf sein Handy. Ich ging auf ihn zu und blieb neben seinem Barhocker stehen.

„Ist da noch frei?“, fragte ich schüchtern. Etwas, was ich leider nicht ablegen konnte. Aber ich muss zugeben seine Gestalt schüchterte mich wirklich etwas ein. Versteht mich nicht falsch. Ich bin lange genug in der dunklen Szene unterwegs, um Vorurteile gegenüber Tattoos zu haben. Aber er war nicht nur groß, sondern auch trainiert. Für meinen Geschmack fast schon zu viele Muskeln. Er trug ein Bandshirt und eine einfache Jeans. Vom Outfit her passte er definitiv besser an diesen Ort. Ich schätzte ihn auf Mitte 30. In Gedanken dankte ich S. für seine Wahl. Er sah gut aus und auch seine Ausstrahlung gefiel mir.

Sein Blick wanderte zu mir. Zuerst schaute er mir in die Augen, doch schnell hatte er meinen Körper gescannt. Ich spürte, dass mich dieses ungenierte Betrachtetwerden erregte. Es war, als würde er Ware begutachten.

„Ich warte auf jemanden. Aber bitte. Ist ein freies Land.“ Eine mehr oder weniger einladende Geste folgte. Ich setzte mich und natürlich war wieder der Spitzenrand meiner Halterlosen zu sehen. Sein Blick fiel natürlich sofort darauf. Ich bestellte mir ein Mixbier. Harmlos aber lecker.

„Wie kann man nur so eine Pisse trinken.“, kam es gemurmelt von meinem Sitznachbar.

„Naja, ich vertrage eben nicht so viel… was Alkohol angeht. Ich weiß übrigens, dass du auf S. wartest. Er verspätet sich leider und ich soll dich etwas ablenken und dir die Wartezeit verkürzen.“

„Ach sollst du das? Mit wem habe ich denn das Vergnügen?“

Ich nannte ihn meinen Namen und ärgerte mich darüber, dass ich bei ihm scheinbar keine Wirkung hatte. Ich wollte das. Ich wollte meine Strafe zufriedenstellend erfüllen und dann hatte ich da so einen Eisklotz neben mir sitzen. Es machte mich verrückt. Die Angst, es nicht zu wollen oder zu schaffen, war einem Ehrgeiz gewichen. Es war ein Spiel und ich wollte gewinnen.

„Freut mich. Ich bin Ben. Wie sollst du mich denn Ablenken? Ich glaube kaum, dass ich mich mit dir über Werkzeug, neue Baustoffe und ähnliches unterhalten kann. In diesem Köpfchen spukt sicherlich etwas anderes herum.“

In meinem Anflug von Größenwahn begann ich die obersten 3 Knöpfe meiner Bluse zu öffnen und mich etwas zu ihm zu lehnen. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat aber was sollte schon passieren? Hier kannte mich keiner und so schnell wäre ich sicherlich nicht mehr hier. Natürlich wanderte sein Blick in meine Bluse. Meine Brüste wurden durch das Korsett gepusht und der Stoff verdeckte gerade noch meine Nippel, die sich aber doch sehr deutlich abzeichneten.

Und plötzlich, stand S. vor uns. Ich hatte weder die Tür der Bar gehört, noch hatte ich bemerkt, dass er sich irgendwo versteckt hätte. Wie auf’s Stichwort, denn so langsam gingen mir die Ideen aus. Ich bin eben alles aber sicherlich nicht gut in solchen Aktionen. Er begrüßte Ben mit einer Umarmung. Die beiden schienen sich schon länger zu kennen.

„Na, wie hat sich meine Kleine gemacht?“, fragte S. Ben lachend, nachdem er meine offene Bluse registriert hatte.

„Also an ihrem Alkoholgeschmack wirst du arbeiten müssen aber was soll ich sagen? Du hast dir schon ein kleines Luder geangelt, mein Freund.“ Sie redeten über mich, als wäre ich nicht da oder ein Objekt und es erregte mich zutiefst. In Gedanken versunken, leerte ich mein Bier, ging zur Toilette, schloss meine Bluse und betrat wieder die Bar, unsicher wie es weitergehen sollte.

S. stellte sich vor mich und machte sich an den Knöpfen meiner Bluse zu schaffen. „Das habe ich dir aber nicht erlaubt. Du hast selbst entschieden sie zu öffnen, jetzt bleibt das auch so. Wir verlagern unsere Runde jetzt zu Ben. Er und ich wollen noch ein bisschen Pokern und dazu braucht es eine schöne Frau zum Betrachten, Kleines.“

Pokern?! Wollte er mich etwa verarschen? Aber gut, die Entscheidung lag nicht bei mir und so fuhren wir zu Ben. Noch ahnte ich nicht, dass all dies abgesprochen war und S. mein Kopfkino nahezu perfekt erfüllen sollte.

Bei Ben angekommen, stand der Pokerkoffer schon bereit. Ich wollte mich mit an den Tisch setzen und den Dealer geben, um mich wenigstens etwas nützlich zu machen aber S. hielt mich auf.

„Du bleibst schön neben mir stehen, Kleines. Das bekommen wir schon hin. Wir spielen Texas Hold’em, wie immer.“

„Und der Wetteinsatz?“, kam es von Ben, der ein Bier und 2 Flaschen dieser Hipstercola zu uns brachte.

„Was hälst du davon: Jedes Blatt, wo ich Chips abgeben müsste, darfst du meiner Kleinen ein Kleidungsstück rauben. Verlierst du, bekommt sie ein Glas Whisky, 1cl mit Cola verdünnt.“

Ich war der Spieleinsatz. Das hätte mir natürlich schon vorher klar sein können aber nunja… man kann ja nicht alles voraussagen.

„Klingt nach einem guten Deal. Dann hoffe ich mal auf mein Glück. Ich verdünne Whisky wirklich ungern mit der Plörre. Da muss deine Erziehung aber noch besser werden.“

Und wieder ein scannender Blick. Noch trug ich verhältnismäßig viele Kleidungsstücke und doch fühlte ich mich nackt. Gedemütigt, weil so über mich gesprochen wurde und… ja, ich gebe es zu geil. Allerdings befürchtete ich, dass ich den Abend eher als Alkoholleiche enden würde, denn wenn S. eines kann, neben diversen anderen Sachen, dann ist es pokern.

Das erste Blatt wurde ausgeteilt und ich stand wie bestellt und nicht abgeholt herum. Es dauerte lange, bis sie wirklich mal eine Hand spielten und natürlich gewann S. Ben brachte mir den Gewinn und legte mir bei der Glasübergabe seine freie Hand, um die Hüfte.

„Genieß es. Es wird der letzte Drink sein.“

Und wieder stand ich da. Nippte an dem Whisky, der mir so gar nicht schmeckte, und wartete. Endlich wurde das nächste Blatt gespielt und dieses Mal verlor S. Ich konnte seine Karten erahnen und war mir ziemlich sicher, dass er absichtlich verlor. Ben erhob sich und stand wie ein Raubtier vor mir. Sein Blick ließ es mir eiskalt den Rücken herunterlaufen. Auf sehr positive Art und Weise.

„Womit fangen wir denn an? Das Korsett ist doch bestimmt unbequem, oder? Wollen wir dich doch mal davon befreien.“

S. hatte noch seine Arbeitshose an und übergab sein Cuttermesser an Ben. Es zu lösen, ging den beiden wohl nicht schnell genug. Ich hörte hinter meinen Rücken, wie die Klinge ausgefahren wurde. Und auch, wenn sich noch eine Stoffschicht zwischen mir und den Korsett befand, machte es mich sehr nervös. S. blickte mir dabei die ganze Zeit in die Augen, genau meine Reaktion beobachtend. Das Band wurde zerschnitten und Ben warf das Korsett einfach hinter sich. Auf der einen Seite war es befreiend. So ein Korsett ist eben nicht unbedingt eine bequeme Sache, auf der anderen hatte gerade ein Spiel begonnen, dessen Ende ich schon erahnen konnte.

Es wurde weitergespielt und wieder verlor S. Dieses Mal folgte meine Bluse. Die Knöpfe wurden geöffnet und sie glitt mir vom Körper. Bens Blick fixierte sich auf meine Brüste.

„Für meinen Geschmack ja etwas klein aber man merkt, dass sie jung ist. Da hängt noch nichts.“ Und wie beiläufig nahm er einen meiner Nippel zwischen Zeigefinger und Daumen gefangen und drehte. Nicht sehr stark aber auch nicht ohne Wirkung. S. hatte mir auf der Fahrt zu Ben verboten zu sprechen und so stand ich brav da und ließ einen Fremden meinen Körper berühren und darüber urteilen als wäre ich ein Stück Vieh.

In der nächsten Runde bekam ich glücklicherweise wieder etwas zu trinken. Nicht, dass ich mir Mut antrinken wollte aber meine Kehle war plötzlich sehr, sehr trocken. Und kurz darauf fiel auch mein Rock und das viel zu knappe Höschen kam zum Vorschein. Ein letzter Fetzen Stoff, der mich vor der Nacktheit schützte und doch fast alles offenbarte.

Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen aber rückwirkend betrachtet, würde ich behaupten, dass das Pokerspiel abgesprochen war. Ich konnte die Karten, die auf dem Tisch lagen, nur erahnen und ich vermute, dass die beiden durch Blickkontakt entschieden, ob ich trinken oder von einem Kleidungsstück befreit werden sollte. Es folgte noch ein Whisky und wie sollte es anders sein kurz darauf mein Slip.

Ben löste links und rechts die Schleifchen und fuhr wie zufällig mit dem Zeigefinger über meine Schamlippen. Natürlich blieb dieser nicht ganz trocken. Diese ganze Situation, die Atmosphäre, all das erregte mich.

„Du hast dir ja wirklich eine kleine Schlampe angelacht. Kaum ist sie nackt, läuft sie aus.“

„Ich bin eben ein echter Glückspilz. Und weiß du was? Ich hätte sie schon viel früher haben können. Aber du weißt ja, ich bin ein Gentleman.“

Ja, ein wahrer Gentleman, der seine… was auch immer, einem anderen anbot, als wäre sie ein schnöder Kaumgummi. Aber genau der Mann, den ich brauche.

„Ich mache uns jetzt mal was zu trinken. Ihr seid ja beide erwachsen und wisst wie das geht.“, kam es von S. Und er verschwand. Ließ mich mit Ben zurück, der wieder wie ein Raubtier auf mich zukam, meinen Zopf umfasste und mich Richtung Couch zerrte. Er entledigte sich seiner Jeans, die Unterwäsche darunter fehlte, und ließ sich auf der Couch nieder. Was ich da sah, gefiel mir zwar aber plötzlich fühlte ich so etwas wie Scham und Angst. Scham, weil ein anständiges Mädchen, soetwas einfach nicht tut. Das gehört sich einfach nicht. Meine alten Moralvorstellungen waren also immer noch irgendwo in meinem Hirn unterschwellig vorhanden und Angst… Wovor? Es klingt grotesk aber ich befürchtete, dass S. plötzlich eifersüchtig werden würde oder er die Achtung vor mir verlor. Natürlich völlig irrational, hatte er das doch eingefädelt aber sie war nunmal da und ich kämpfte dagegen an.

„Komm her und blas. Dafür bist du doch hier, oder?“, kam es von Ben. Und ich überwand mich, kniete mich vor ihn hin und nahm seinen Schwanz in den Mund aber so ganz war ich nicht bei der Sache. Zu sehr dominierten mich meine  Ängste.

Als S. wieder den Raum betrat, ging er sofort auf mich zu und drückte meinen Kopf tiefer. Trieb mir diesen fremden Schwanz tiefer in die Kehle und die Ängste verpufften. Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. „Das kannst du doch besser, Kleines. Streng dich gefälligst an.“

Und das tat ich. Irgendwann hatte Ben genug erhob sich und bat mich, mich auf die Couch zu legen. Während er mich leckte, konnte ich S. beobachten. Sein zufriedenes Lächeln brannte sich in mein Gedächtnis, bis ich endlich komplett los- und das Denken sein ließ. Ben wusste wirklich was er tat und so kam ich an diesen Abend nicht nur einmal, immer die Blicke von S. spürend. Und es kickte mich. Es war intensiv und wilder als ich erwartet hatte. Ich wurde benutzt und genoß es in vollen Zügen.

Danach wollte ich duschen, doch S. meinte, dass ich mir nur den Rock und die Bluse überwerfen und das bei ihm machen solle. In seinem Auto fackelte er nicht lang und zog mich sofort in einen brutalen Kuss und auf seinen Schoß. Hatte ich gedacht, ich könne nicht mehr, wurde ich eines besseren belehrt. Und so konnte ich an diesem Abend gleich 2 Fantasien als erfüllt ansehen.

Die ganze Fahrt über sagte mir S. wie heiß er es doch fand und dass ich ihn sehr stolz gemacht hätte und ich war glücklich. Tat ich mich bei der Auswahl der Strafe so schwer, hatte ich doch die Richtige gewählt und die Umsetzung meiner Fantasie war noch viel besser als es im Kopfkino je war. Ich bin froh, dass ich mich überwunden habe und alle Bedenken über Bord geworfen habe. Hätte mir vor einem halben Jahr jemand erzählt, dass ich mal der Preis eines Pokerspiels sein würde, hätte ich nur gelacht. Es spukte in meinem Kopf herum aber es umsetzen? Niemals! Dafür fehlte mir der Mann, dem ich komplett vertrauen kann und S. hat wieder mal bewiesen, dass ich das kann.

Bei ihm angekommen, ließ er mir ein Schaumbad ein und kümmerte sich um mich. Als er schlafen gehen wollte, legte ich mich auf dem Teppich neben seinem Bett, stand mir doch noch ein Tag dort bevor, da ich verhandeln wollte. Verhandeln mit einem Dom… Ja, manchmal bin ich schon etwas naiv aber versuchen konnte man es ja. Er löschte das Licht und ich wäre sicherlich gleich eingeschlafen, war ich doch verständlicherweise sehr erschöpft. Doch er machte es noch einmal an, half mir auf, zog mich ins Bett und kuschelte sich an mich. Es war genau das was ich brauchte.

„Der Teppich liegt auch morgen noch da. Und jetzt schlaf, Kleines. Du hast mich heute unglaublich stolz gemacht.“

 

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4 Kommentare zu „Ein Pokerspiel…

  1. Eine sehr schöne Geschichte, die mir gut gefallen hat. Sie ist geradezu zärtlich-behutsam geschrieben worden. Sicher von einer weiblichen Autorin, oder?
    Es sind ein paar kleine Rechtschreibfehler drin, da sollte noch einmal jemand Korrektur lesen und verbessern. Aber sonst: Wirklich ein lesenswerter Text. Danke, fürs Einstellen. 🙂

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